„Es reicht! Ich gehe zum Bürgeranwalt!“. Neues Kapitel für die Melker „Schanigarten-Intrige“: Bei der Gastgarten-Aufteilung sieht sich „Don Kamillo“-Wirt klar im Nachteil.

Von Denise Schweiger. Erstellt am 10. April 2019 (05:42)
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Acht zusätzliche Quadratmeter freie Fläche befeuern das ohnehin schon angespannte Verhältnis zwischen „Don Kamillo“-Wirt Kamil Kaya und der „Kalmuck“-Crew.

Neue Gastgarten-Saison, neuer Disput zwischen „Don Kamillo“ und „Kalmuck“: Wieder einmal geht „Don Kamillo“-Wirt Kamil Kaya mit der Stadtgemeinde und seinen Gastro-Nachbarn hart ins Gericht. Der Grund dafür ist abermals die Größe der beiden Schanigärten in der Melker Innenstadt.

Da die Boutique zwischen den beiden Lokalen das Feld räumte, sind rund acht Quadratmeter frei, die als Gastgarten-Erweiterung dienen könnten. Die zuständige Stadträtin Ute Reisinger schlug vor, dass jeder der beiden zwei zusätzliche Tische bekommt. „Natürlich nur so lange, bis sich wieder ein Mieter für die ehemalige Boutique findet“, gibt sie zu bedenken. Während sie und auch Mario Sassmann vom „Kalmuck“ auf das „salomonische Urteil“ setzen, denkt Kaya gar nicht daran, sich mit der Hälfte zufriedenzugeben. „Es reicht! Ich gehe zum Bürgeranwalt!“, lässt der Wirt seiner Wut freien Lauf. Geht es nach ihm, müsste er gar nichts von der frei gewordenen Fläche an seinen Nachbarn abtreten. „Dieses Areal gehört noch zu meinem Gebäude“, meint er.

Neo-Stadträtin mit neuen Ideen für City

Neben der Aufteilung der Schanigärten in der Hauptstraße präsentiert Stadträtin Reisinger in der nächsten Gemeinderatssitzung neue Ideen für die Altstadt. „Schanigärten im Ganzjahresbetrieb sind in vielen touristischen Städten bereits eine Selbstverständlichkeit“, schlägt sie etwa Wintergastgärten vor. Bislang konnten Gäste bis 23 Uhr im Außenbereich der Lokale sitzen bleiben. Probeweise will Reisinger die Sperrstunde auf Mitternacht verlegen. „Die Gastro profitiert davon und ich bin sicher, dass die Wirte auch die Lärmentwicklung im Auge behalten“, ist die neue Stadträtin guter Dinge.