Konsolidierungspaket: Jetzt wird gespart!. Auf oppositionelle Kritik folgt überparteiliche Eintracht: Alle Melker Mandatare beschlossen die Sparmaßnahmen.

Von Markus Glück. Erstellt am 08. Juli 2020 (03:36)
VP-Stadtchef Patrick Strobl war der politische Schulterschluss punkto Sparpaket ein Anliegen.
Gleiß

Bis knapp nach Mitternacht dauerte die jüngste Gemeinderatssitzung der Stadtgemeinde Melk. Die spannendste Debatte führten die Mandatare dabei im nicht-öffentlichen Sitzungsteil. Das Konsolidierungspaket, die NÖN berichtete bereits vor Wochen darüber, stand auf der Tagesordnung.

Damit keine Details nach außen dringen, ließ VP-Bürgermeister Patrick Strobl die Sitzung nach dem öffentlichen Teil unterbrechen und Stadtamtsdirektor Klaus Weinfurtner überprüfen, ob auch alle Zuhörer den Stadtsaal verlassen hatten – danach wurden die Türen versperrt.

Mit Kritik an den Maßnahmen sparte etwa FP-Gemeinderat Rudolf Kuntner nicht – nun stimmte auch er dafür.
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Etwas mehr als zwei Stunden wurde dann laut Sitzungsteilnehmern debattiert. Strobl ging dabei auch mehrere Schritte auf die betreffend Konsolidierungspaket kritische Opposition zu. Dem Vernehmen nach war Strobl ein einstimmiger Beschluss besonders wichtig. Knackpunkte waren die Musikschule, Feuerwehr und die Einsparungen beim Rathauspersonal. Am Ende stimmte auch FP-Gemeinderat Rudolf Kuntner, SPÖ und Grüne dem Konsoli-dierungspaket zu. „Strobl hat wirklich versucht, alle einzubinden“, heißt es vonseiten der Opposition.

Die Details zum Melker Sparpaket werden demnächst noch in einer gemeinsamen Pressekonferenz der Öffentlichkeit näher erläutert.