Melk

Erstellt am 16. Januar 2019, 04:00

von Markus Glück

Nach Schließung: Vorerst keine Lösung für Sozialmarkt. SP-Sozialstadtrat Jürgen Eder bemüht sich um SOMA-Standort in Melk. Betreiber betont, keine Ressourcen zu haben.

Jürgen Eder will einen SOMA-Standort in der Stadt.  |  Stadt Melk/ Gleiß

Seit Ende Dezember haben die 30 mobilen Sozialmarkt-Verkaufsstellen im Wald- und Mostviertel geschlossen. Grund dafür sind Einsparungsmaßnahmen beim AMS, wodurch die Orte nicht mehr angefahren werden. Zwar unterstützt das Land NÖ weiterhin das Projekt, allerdings macht der Fehlbetrag des AMS die Schließungsmaßnahmen erforderlich.

Betroffen davon ist auch die Bezirkshauptstadt Melk, deren Verkaufsstelle im Eingangsbereich der Melker Tischlerei zu einer der am meist frequentierten Anlaufstellen im Mostviertel gehörte. Bereits im Vorfeld gab es von Grünen und SPÖ Kritik an der Schließung. SP-Sozialstadtrat Jürgen Eder versuchte gleich nach der Veröffentlichung gemeinsam mit VP-Stadtchef Patrick Strobl, Gespräche mit den Verantwortlichen zu führen und Lösungen zu finden.

„Diese Kürzungsmaßnahme der türkis-blauen Regierung treffen gerade die Ärmsten in der Bevölkerung. Ich freue mich daher, dass Strobl mit mir gemeinsam bei den Verantwortlichen das Gespräch gesucht hat“, betont Eder.

Gespräch über mobile oder fixe Lösung

Laut dem Sozialstadtrat wurden die Gespräche dabei in alle Richtungen geführt. Neben einer mobilen Lösung kam dabei auch die Möglichkeit eines fixen Standorts in der Bezirkshauptstadt auf, auch eine mögliche Standortsuche startete – bisher ohne Erfolg. Bei den „Soogut-Sozialmärkten“ bestätigt Pressesprecherin Monika Thurner die Gespräche:

„Wir haben über einen fixen Standort nachgedacht. Leider haben wir im Moment keine Ressourcen für neue Projekte.“ Für die Betroffenen bleibt derzeit nur die Chance für Einkäufe nach St. Pölten, Amstetten oder Waidhofen/Ybbs zu pendeln. „Die Gemeinde könnte die Kunden mit einem Shuttledienst unterstützen“, meint Thurner. Insgesamt versorgten die Sozialmärkte in Melk rund 140 Kunden. 44 Einkaufspässe sind ausgestellt.