Nachfolge gesucht: Machtkampf bei Union?. Sportunion-Obmann Grubhofer tritt im April zurück. Glaubt man den Gerüchten aus Kreisen des Vereins, hat der Wettkampf um die Spitze der Sportunion jetzt schon begonnen.

Von Denise Schweiger. Erstellt am 19. Januar 2019 (05:00)
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August Grubhofer, amtierender Obmann der Sportunion Melk.

Bei der Eröffnung des Eislaufplatzes Ende 2018 ging alles ruhig über die Bühne: Im Zuge des Saisonstarts verkündete die Sektion Eislaufen, die Zusammenarbeit mit Eva Ullmann um ein Jahr zu verlängern. Prompt war die bisherige Sektionsleiterin Daniela Koch von der Bildfläche verschwunden. Offiziell hieß es damals, sie sei mit ihrem Secondhand-Shop beruflich zu sehr eingespannt.

Gleiß
VP-Gemeinderat Gerhard Schuberth soll Interesse an der Vereinsspitze haben.

Wie die NÖN aus Kreisen der Sportunion erfuhr, soll ihr Rücktritt allerdings alles andere als freiwillig gewesen sein. Glaubt man nämlich den Gerüchten, hat der Wettkampf um die Spitze der Sportunion bereits begonnen.

Der langjährige Obmann August Grubhofer legt im April das Amt zurück – und wie gemunkelt wird, soll VP-Gemeinderat Gerhard Schuberth Interesse am Posten haben. Weil Koch dabei Konkurrenz sein könnte, verabschiedete sich die Sportunion von ihr. Und zwar mittels Beschwerden: Angeblich konfrontierte man sie mit Kritik einiger Mitglieder der Sektion. Somit rückte Ullmann nach.

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Daniela Koch wollte sich zu dieser Causa nicht äußern.

Von dieser These will Schuberth jedenfalls nichts wissen: „Für einen Machtkampf braucht man zwei – und damit habe ich nichts zu tun. Ich bin nicht einmal Mitglied der Sportunion, ich unterstütze lediglich, wenn meine Hilfe gebraucht wird.“ Auch Grubhofer dementiert die Gerüchte: „Es gibt keinen Zusammenhang, dass Daniela ihr Amt zurücklegte und der Obmann-Wechsel ansteht.“

Koch selbst wollte sich zu den angeblichen Machtkämpfen, die sich intern in der Union abgespielt haben sollen, nicht äußern. Sie behält ihre Zeit als Sektionsleiterin positiv in Erinnerung: „Ich habe immer das Beste für die Sportunion gewollt.“