Start für Arbeiten an Donaubrücke . Maßnahmen dauern zwei Jahre. Lichtmasten werden evaluiert.

Von Markus Glück. Erstellt am 20. Februar 2019 (05:00)
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Die Donaubrücke verbindet seit dem Jahr 1972 Emmersdorf mit Melk. In den kommenden beiden Jahren wird sie umfassend saniert.

Seit dem Jahr 1972 verbindet die Melker Donaubrücke die Bezirkshauptstadt mit Emmersdorf. Nach fast fünf Jahrzehnten nagt aber der Zahn der Zeit an der wichtigen Nord-Süd-Verbindung, wodurch eine baldige Sanierung überfällig ist. Daher nahm VP-Landesrat Ludwig Schleritzko die Brücke in das Straßensanierungsprogramm für das Jahr 2019 auf. Insgesamt fließen dabei rund 11,1 Millionen Euro in Projekte im Bezirk. Neben der Donaubrücke etwa auch in die Fahrbahnsanierung der Regensburgerstraße in Pöchlarn.

„Insgesamt gibt es 14 Projekte, die der Straßendienst umsetzen wird“, erklärt Gerhard Karner, Zweiter Landtagspräsident (VP).

Laut der Melker Straßenmeisterei startet die Sanierung der Donaubrücke allerdings frühestens Mitte April. „Wir warten die Fertigstellung der Arbeiten im Tunnel Dürnstein ab, um die Beeinträchtigungen gering zu halten“, betont der Chef der Melker Straßenmeisterei Friedrich Lehensteiner gegenüber der NÖN. Danach soll in den kommenden beiden Jahren die Fahrbahn wechselseitig in Schritten von 200 Metern saniert werden. Lehensteiner: „Es wird immer nur kurze 200-Meter-Sperren geben, um die Behinderungen möglichst gering zu halten.“

Problem mit verfaulten Ablaufleitungen

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Die Lampen bleiben seit April des Vorjahres finster.

Neben der Fahrbahn kommt es vor allem bei der Entwässerung und den Einlaufgittern zu einer umfassenden Sanierung. Das größte Problem derzeit sind die verfaulten Ablaufleitungen, die das Regenwasser nicht mehr im optimalen Ausmaß ableiten. Zum Start der Baumaßnahmen wird auch das einjährige Pilotprojekt bei den Lichtmasten evaluiert. Seit April 2018 sind die Masten abgeschaltet, die Brücke bleibt in der Nacht daher „dunkel“. Als Vorbild gilt dabei die Kremser Donaubrücke, bei der seit drei Jahren die Lichtmasten abgedreht sind. Neben der Energieersparnis nennt Lehensteiner vor allem aber die schwierigen Überprüfungsmaßnahmen der Brücke als Grund:

„Unser Brückeninspektionsgerät steht bei jedem Lichtmasten an und muss dann jedes Mal unter schwierigen Umstände neu positioniert werden. Und das an die sechzig Mal.“ Aufgrund der Verdunkelung der Brücke sei es aber im letzten Jahr zu keinen Sicherheitsproblemen gekommen. „Es gibt keine Vorschrift, dass eine Donaubrücke in der Nacht beleuchtet sein muss“, erklärt er. Fix beleuchtet bleibt aber die Kurve nach der Brückenausfahrt in Emmersdorf.