Erster FPÖ-Funktionär legt Mitgliedschaft zurück!. „Genug ist genug! Der braune Sumpf gehört trocken gelegt. Hofer hat richtig gehandelt.“ Im Bezirk Melk reicht es dem ersten Funktionär nach dem Skandal rund um Klubobmann Martin Huber.

Von Markus Glück und Tanja Horaczek-Gasnarek. Erstellt am 22. September 2019 (10:51)
Gemeinde Hofamt Priel bzw. Shutterstock/Denis Kuvaev (Hintergrund)
Rücktritt. Armin Seitlinger (re., FPÖ Hofamt Priel). Fotos: Gemeinde Hofamt Priel bzw. Shutterstock/Denis Kuvaev (Hintergrund)

Mit sofortiger Wirkung hat FP-Bundesparteiobmann Norbert Hofer am gestrigen Samstag Klubobmann Martin Huber suspendiert. Der NÖN liegt aber noch weiteres Material vor, wo mehrere Gemeinderäte in den Bezirken Melk und Hollabrunn das Symbol der „Schwarzen Sonne“ sowie den „Lebensbaum“ auf Facebook geliked haben. Beides sind Zeichen, die in der Neonazi-Szene verwendet werden.

Seit der Veröffentlichung der Geschichte (siehe unseren Bericht dazu hier und unten) und der Suspendierung von Huber brodelt es in den WhatsApp-Gruppen der Melker Bezirkspartei. Von Rückendeckung für Huber bis zu „saudummen Aktion“ reichen dabei die ersten Reaktionen.

Gemeinde Hofamt Priel
Armin Seitlinger (FPÖ Hofamt Priel). Foto: Gemeinde Hofamt Priel

Noch vor der Enthüllung, welche Gemeinderäte von Postings mit Nähe zur Neonazi-Szene betroffen sind, hat FP-Mitglied Armin Seitlinger aus Hofamt Priel genug, er zieht sich mit sofortiger Wirkung aus der Partei zurück und beendet seine Mitgliedschaft: „Genug ist genug! Der braune Sumpf gehört trocken gelegt. Hofer hat richtig gehandelt. So etwas darf nicht geduldet werden.“

Gegenüber der NÖN prophezeit Seitlinger auch, dass er nicht der einzige sein wird, der der Partei den Rücken kehrt: „Es wird einer nach dem anderen zurücktreten.“