VP Blindenmarkt - Huber soll „Verantwortung übernehmen“. Die VP-Blindenmarkt fordert nach Hubers Suspendierung "volle Aufklärung".

Von Markus Glück. Erstellt am 21. September 2019 (18:03)
Schweiger
Martin Huber 

In Blindenmarkt, der Heimatgemeinde des suspendierten FP-Klubobmanns Martin Huber, sorgte die Nachricht über Hubers Suspendierung für erhöhte Betriebsamkeit. Die Gemeinde gilt als blaue Hochburg im Bezirk Melk aber auch in Niederösterreich. Bei der Landtagswahl 2018 erreichte die FPÖ in Blindenmarkt mit 34 Prozent ihr landesweit bestes Wahlergebnis. Wenige Wochen nach der Wahl wurde Huber als Nachfolger von Waldhäusl zum Klubobmann im Landtag gewählt. Nach der Politik-Rückkehr von Udo Landbauer im Herbst 2018  bildete Huber mit ihm eine Doppelspitze im Landtagsklub. Ein Umstand, der bei einigen FP-Funktionären im Bezirk Melk auf wenig Gegenliebe stieß. Besonders harte Worte fand damals der Ybbser FP-Gemeinderat Andreas Reithner: „Es wurde vieles versprochen, aber nichts gehalten. Ich sehe einen Verrat am Wähler. Wir liefern bei jeder Wahl Spitzenergebnisse.“ Die FP-Basis im Bezirk Melk sah in der Entscheidung eine Degradierung von Huber.

Neben seiner Tätigkeit im Landtag ist Huber auch geschäftsführender Gemeinderat in seiner Heimatgemeinde und erreichte bei der Wahl 2015 knapp 33 Prozent. Immer wieder wurden Huber Ambitionen nachgesagt, das Amt des Bürgermeisters nach der Gemeinderatswahl 2020 anzustreben. Diesen Ambitionen machte FP-Obmann Norbert Hofer einen Strich durch die Rechnung. Bei der ÖVP Blindenmarkt, die mit Franz Wurzer den Bürgermeister stellt, fordert  VP-Parteiobmann und Vizebürgermeister Albert Brandstetter in einer ersten Stellungnahme Huber auf, „Verantwortung zu übernehmen“ -  ein direkt Tipp an Huber, zurückzutreten. „Er wird als FP-Gemeinderat nicht mehr weiter aktiv sein können, da ihn die Partei ausschließen wird. Wir fordern volle Aufklärung“, erklärt Brandstetter.