Nach Erweiterung: Startschuss für Fahrradmuseum. Eine verdoppelte Fläche sowie rund 120 Räder zeigen die Geschichte des Fahrrades in der Herrengasse. Eröffnung ist am 11. Juni. Kostenpunkt: 53. 000 Euro.

Von Markus Glück. Erstellt am 05. Juni 2020 (04:19)
SP-Gemeinderat Robert Nußbaummüller und SP-Vizebürgermeisterin Uli Schachner steckten viel Herzblut in die neuen Räumlichkeiten des Fahrradmuseums.
Glück

Nur Corona stoppte den Feuereifer von Vizebürgermeisterin Uli Schachner, Gemeinderat Robert Nußbaummüller (beide SPÖ) und ihrem Museumsteam bei der Modernisierung und Erweiterung des Fahrradmuseums. Am Ende kam, auch dank der Mitarbeiter des städtischen Bauhofes, ein wahres Schmuckkästchen nicht nur für Radfahr-Enthusiasten heraus, welches ab 11. Juni neue Akzente für den Tourismus in der Stadt setzen soll.

Zuletzt lockte das Museum mit seiner mehr als 25-jährigen Geschichte rund 3.000 Gäste an. Jetzt sollen es deutlich mehr werden, auch durch neue Beschilderungen und Hinweise mit „FaMus“ auf dem Beton des Donauradweges. Die Kosten für die Tourismusbelebung belaufen sich laut Schachner auf rund 53.000 Euro, für den Ankauf von Exponaten des Fahrradmuseums Altmünster stehen 45.000 Euro zu Buche.

Fläche verdoppelt

Die Verdoppelung der Fläche auf 300 m sowie die Unterteilung in neun Themenbereiche – vom hölzernen Laufrad und den Hochrädern über die Entwicklung des Damenrades und der Waffenräder bis hin zum Rennradsport – sollen nun mehr Touristen anlocken.

Während Nussbaummüller seine Begeisterung für die rustikale Werkstätte und den Hochradsimulator nicht verhehlen kann („Wir haben die durchgehende Fahrradgeschichte in unserem Museum“), ist Schachners „Lieblingsbereich“ die „Frauenabteilung“: „Die Emanzipation ging zeitgleich mit der Fahrradgeschichte, als Frauen das erste Mal Radfahren durften.“ Schachners Handschrift ist auch das neue Logo - eine Frau am Hochrad.