Burger als Donauuferbahn-Rettung?. Initiative „Donauuferbahn jetzt“ präsentiert den „Donauuferbahnburger“: Pro Mahlzeit in teilnehmenden Betrieben werden zwei Euro gespendet. Kann das gelingen?

Von Denise Schweiger. Erstellt am 05. September 2020 (06:04)
Wolfgang Hnat, Mitglied der Initiative „Donauuferbahn jetzt“ aus Wien.
privat

NÖN: Herr Hnat, die Aktion „Donauuferbahnburger“, bei der pro Mahlzeit in teilnehmenden Gastro-Betrieben zwei Euro für die Initiative „Donauuferbahn jetzt“ gespendet werden, startet demnächst. Wie entstand diese Idee?

Wolfgang Hnat: Wir arbeiten ja schon länger an einem Crowd-funding-Projekt. Die Idee war, beim Bestellen eines Burgers – oder eines Schweinsbratens oder eines vegetarischen Gerichts, das ist ganz egal – einen Beitrag für die Rettung der Bahn zu gewinnen.

Welche Gastro-Betriebe sind denn dabei?

Hnat: Wir präsentieren alle teilnehmenden Lokale Mitte oder Ende September. Derzeit sind wir noch auf der Suche, zwei Zusagen aus Wien haben wir schon: die Burgermacher und Little Giant.

Wien? Fanden sich bis jetzt keine regionalen Gastronomen?

Hnat: Nein, noch nicht. Ursprünglich wollten wir im Bezirk entlang der Trasse der Donauuferbahn Wirte dafür gewinnen, wir haben das Konzept aber jetzt ausgerollt. Die beiden Wiener Lokale sehen die Bahn-Unterstützung als weiteren Schritt zur Nachhaltigkeit – und sie haben ja auch etwas davon, da sie durch uns beworben werden.

Wenn eine Million Österreicher einmalig zehn Euro zahlen würden, könne man laut Christa Kranzl, Mitglied der Initiative, starten. In Burgern gerechnet sprechen wir hier von 500.000 hungrigen Unterstützern. Ist das realistisch?

Hnat: Wir werden auch nicht auf 20.000 Euro kommen, das ist uns bewusst. Aber es ist einmal ein Anfang, um Geld für die Donauuferbahn zu lukrieren.

Rund zwölf Millionen Euro schwer sei die Instandsetzung der herausgerissenen Gleise und gesprengten Brücken – und das ist laut Ihrem Konzept ohnehin erst der erste Schritt. Wie steht es um die Finanzierung?

Hnat: Es gab zuletzt ein Gespräch mit Umwelt- und Verkehrsministerin Leonore Gewessler (Grüne). Dieses war sehr gut. Drei Punkte – Anschlussförderung, Übertragung der Bahn, Güterverkehr – werden noch geprüft, es wird einen Folgetermin, voraussichtlich im September, geben.