Autohaus in Klein-Pöchlarn sucht Nachfolger

Erstellt am 16. Juni 2022 | 05:58
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Nähere Details zum Objekt, das direkt an der B3 liegt , findet man auf der Homepage unter .
Foto: Zaklina Jukic
Eigentümer verkauft Betrieb samt Oldtimer-Sammlung und Wohnhaus.

Das auffallende Autohaus mit der roten Aufschrift „US-Automobile Riekmann“ an der B3 ist wohl vielen im Bezirk ein Begriff. Nach 36 Jahren Selbstständigkeit ist für den bald 70-jährigen Artur Riekmann aber nun die Zeit gekommen, die Zügel abzugeben. „Ich würde mich freuen, wenn sich jemand findet, der das Autohaus als ein solches weiterführt“, erzählt Riekmann.

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Artur Riekmann blickt zufrieden auf seine berufliche Laufbahn zurück und freut sich auf eine ruhige Zukunft mit seiner Ehefrau in Thailand.
Foto: Zaklina Jukic

Er selbst ist seit 50 Jahren in der Automobil-Branche tätig und möchte seine Erfahrungen gerne an den Nachfolger weitergeben. „Ein langsamer Übergang über ein oder zwei Jahre wäre für mich sehr gut denkbar, sofern das gewünscht wird“, sagt der leidenschaftliche Autoliebhaber. Denn danach hat Riekmann große Pläne: Mit seiner Gattin übersiedelt er nach Thailand und setzt sich dort zur Ruhe. „Der Kundenkontakt wird mir fehlen. Es herrscht zu fast allen ein freundschaftliches Verhältnis“, verweist er auf seinen Kundenstamm in ganz Europa.

Corona getrotzt: „Oldtimer boomten“

Auch Corona und die aktuelle Inflation konnten dem Geschäft nichts anhaben, ganz im Gegenteil, erläutert er: „Die Leute wollen ihr Geld nicht einfach liegen lassen und investieren lieber in Autos. Oldtimer gewinnen mit den Jahren ja nur an Wert.“ Riekmann habe demnach seit Anbeginn der Pandemie einen deutlichen „Boom“ verzeichnen können. Selbst die derzeitige Erhöhung der Spritkosten bekomme er dabei nicht zu spüren, „da Oldtimer-Besitzer die ‚Alt-Autos‘ nicht als Hauptauto nutzen, sondern als Hobby“, erklärt er.

Verkauft wird das gesamte Areal inklusive der rund 100 Autos. Dazu gehören unter anderem noch zwei große Hallen, eine Werkstatt und ein Wohnhaus mit Blick auf die Donau. „Ich würde alles genau so wieder machen – nur hätte ich noch früher begonnen, wenn ich gewusst hätte, dass es mir so einen Spaß macht“, blickt der bald 70-Jährige zurück.