Projekt Donau-Limes: Rückschlag durch UNESCO. Welterbekomitee erteilt Ansuchen für Ernennung von Projekt Donau-Limes Absage. Pöchlarn ist mit „Kastell Arelape“ an Vier-Länder-Projekt beteiligt.

Von Markus Glück. Erstellt am 13. Juli 2019 (04:56)
privat, Schweiger
Archäologen entdeckten bei Ausgrabungen zahlreiche römische Spuren in der Stadt.

Mit dem „Kastell Arelape“ als Teil des Donau-Limes wollte Pöchlarn Teil des UNESCO-Weltkulturerbes werden. Die Chancen standen gut, dass der gesamte Bereich der Donau, an denen sich wichtige archäologische Stätten befinden, in die begehrte Liste aufgenommen zu werden. Limes bezeichnet die vom ersten bis zum sechsten Jahrhundert angelegten Grenzwälle des Römischen Reiches. Insgesamt umfasste die Einreichung 22 Teilkomponenten aus Österreich.

Spuren der Römer finden sich auch in Pöchlarn: Als um 15 vor Christus die Römer ihre Legionen bis an die Donau marschieren ließen, gründeten sie die Siedlung „Arelape“. Mehr als 2.000 Jahre später finden sich immer noch römische Elemente: Das Kastell als Erbe der alten Festungskette des Donau-Limes und der Hufeisenturm, der Fächerturm und natürlich auch der Welserturm zeugen von der Geschichtsträchtigkeit der Stadt.

Am vergangenen Wochenende folgte jetzt ein herber Rückschlag für das Team rund um den Obmann des Pöchlarner Stadtmuseums Walter Resch.

Antrag  zur Überarbeitung zurückgeschickt

Das UNESCO-Welterbekomitee hat der Initiative Österreichs, Deutschlands, der Slowakei und Ungarns zur Aufnahme des Donaulimes auf die Liste des Kultur- und Naturerbes der Welt eine Absage erteilt.

Ganz abgefahren ist der Zug aber noch nicht: Der Antrag wurde zur Überarbeitung zurückgeschickt, 2020 kann ein neuer Anlauf gestartet werden. Resch will diese Woche mit dem Obmann der Museen des Donau-Limes, Reinhardt Harreither, Gespräche über die weitere Vorgehensweise führen, sich dann ausführlich äußern. „Wir müssen schauen, wie wir weitermachen. Österreich und Bayern haben ihre Vorarbeiten aber sehr gut gemacht“, sagt Resch.