Straßhofer: „Stillstand bedeutet für uns Rückschritt“. Gemeinde investiert in Wasserversorgung, um Engpässe zu vermeiden. Schuldenstand steigt auf 9,6 Millionen Euro.

Von Markus Glück. Erstellt am 20. Januar 2019 (04:00)
Gemeinde
VP-Ortschefin Margit Straßhofer will die Gemeinde weiter aufwerten.

Mehr als 1,8 Millionen Euro umfasst der außerordentliche Haushalt der Gemeinde Pöggstall für das Jahr 2019. Größtes Projekt dabei ist die Wasserversorgung, wie VP-Bürgermeisterin Margit Straßhofer erklärt: „In vielen Gemeinden ist die Wasserversorgung ein brennendes Thema geworden. Mit dieser Investition stellen wir unsere Versorgung auch in Zukunft sicher.“ Die Investitionssumme von 650.000 Euro am Laaser Brunnen soll dabei mögliche Engpässe in der Zukunft verhindern. „Bisher konnten wir eine totale Wasserknappheit verhindern, im Sommer waren wir aber an der Grenze“, berichtet Straßhofer.

Als weiteres Projekt plant die Gemeinde die Schaffung eines gemeinsamen Schulhofes von Neuer Mittelschule und Volksschule. Zusätzlich wird bei der Schulfreiraumgestaltung auch die Möglichkeit einer Outdoor-Klasse sowie ein Funcourt miteinbezogen.

Während Straßhofer bei den Projekten Elan versprüht, gibt sie sich beim Schuldenstand der Gemeinde zurückhaltender: „Wir haben etwas geschaffen. Natürlich gibt es da auch Schulden.“ Und obwohl der Schuldenstand von 12,2 Millionen Euro (2016) auf 9,5 Millionen Euro (2018) gefallen ist, sitzt die Gemeinde damit weiterhin auf einem großen Schuldenberg. Die anfängliche Darlehenshöhe, die eine Summe von Darlehen darstellt, die noch nicht zu 100 Prozent getilgt sind und für den tatsächlichen Haushalt weniger relevant ist, beläuft sich zudem laut Voranschlag auf rund 21 Millionen Euro. Relevanter ist, dass der Schuldenstand 2019 auf 9,6 Millionen Euro steigt.

„In unserer Gemeinde wurden in den vergangenen Perioden viele Projekte, darunter auch Altlasten, umgesetzt“, sagt Straßhofer. Sie verweist darauf, dass einen großen Teil der Schulden bedingt durch Wasserversorgung, Kanalbau sowie Straßen und Infrastrukturprojekte entstanden: „Mit all diesen Maßnahmen wir unsere Gemeinde aufgewertet. Denn Stillstand bedeutet Rückschritt.“

Einen Teil der Schulden entstanden auch durch Projekte rund um die Landesausstellung. „Ohne Unterstützung des Landes hätten wir dies aber niemals umsetzen können“, blickt die Ortschefin mit stolz auf die getätigte Investitionen.