Nach Skandal in Texingtal: Pferdepässe fehlen. Der Skandal rund um den Pferdehandel geht weiter. Die Pässe sind noch ausständig – einem Pferd droht die Stall-Kündigung.

Von Tanja Horaczek-Gasnarek. Erstellt am 12. November 2019 (03:34)
Diese Bilder mit abgemagerten Pferden aus dem Texingtal gehören der Vergangenheit an.
privat

Die Ställe in Texingtal sind leer. Auch die letzten Pferden, die ebenfalls alle krank waren, von einer zweiten Besitzerin, sind mittlerweile abgeholt worden. „Ich konnte hier nicht länger wegsehen und musste rasch handeln“, berichtet die Aufdeckerin traurig.

Eine Stute litt unter schlimmer Arthrose und die Halterin weigerte sich die Behandlung zu zahlen. Jetzt sind die verbleibenden Tiere in einem besseren Zuhause. Die junge Tatverdächtige, die mit kranken Pferden handelte, ist indes wieder zurück in ihrem Heimatort in Hollabrunn. Die Polizei ist noch immer dabei die einzelnen Besitzverhältnisse zu klären. Zum Leid der Geschädigten. Denn diese haben nach wie vor ihre Pferdepässe nicht zurück bekommen. „Die Beschuldigte rückt sie einfach nicht heraus und ich brauche dieses Dokument dringend“, sagt eine Besitzerin.

Für sie ist es ganz bitter. Ihr Pferd wird ohne dem Pass in dem aktuellen Stall nicht geduldet. „Wenn ich ihn nicht bald erhalte, landet mein Pferd auf der Straße“, teilt sie traurig mit. Die Polizei bittet um Geduld, da das Mutter-Tocher-Duo erst vernommen wird. Sie ratet jedem Halter, eine zivilrechtliche Klage einzubringen.