Mit Steindl fliegt FPÖ aus Ybbser Rathaus

Erstellt am 19. Mai 2022 | 06:57
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Eine Flasche Wein zum Start gab es von Bürgermeisterin Ulrike Schachner (SPÖ) für Gerhard Steindl.
Foto: Stadtgemeinde Ybbs
Steindl folgt dem verstorbenen Reithner als unabhängiger Gemeinderat. WUY wechselt Gemeinderat im Herbst.

Es sind große Lücken, die die FPÖ in Ybbs nach dem Tod von FPÖ-Urgestein Andreas Reithner füllen muss. Reithner war nicht nur leidenschaftlicher Oppositionspolitiker, sondern auch intensiver Kenner der Polit-Materie samt deren Inhalte und Spitzfindigkeiten. Und da die Stadtpartei der Freiheitlichen aktuell alles andere als gut aufgestellt ist, muss vorerst mit Listenzweitem Günther Steindl ein unabhängiger Mandatar übernehmen., „Ich bin kein Parteimitglied der FPÖ und ich bin hundert Prozent unabhängig“, erklärt Reitners Nachfolger als Gemeinderat Gerhard Steindl. Der Betreiber der Seff war bereits im Gemeinderat. „Mir war wichtig, dass der Platz nicht frei bleibt. Daher habe ich mich dazu bereit erklärt. Meine politische Karriere ist zwar vorbei, ich werde aber dennoch mit Schachner und der ÖVP schauen, welche Themen wir die nächsten Jahre angehen“, meint Steindl. Der Ybbser, der insgesamt zwei Jahre im Gemeinderat gesessen ist, streckt Schachner die Hand zur Zusammenarbeit aus: „Ich will ihr dabei helfen, die Hakeln zu bewältigen, die ihr Schroll hingeworfen hat, etwa das enorme Finanzloch.“

Vor seinem Vorgänger, Andreas Reithner, hat Steindl großen Respekt. „Ich will sein Erbe antreten, werden ihn aber nie ersetzen können. Ich bekomme auch alle seine Unterlagen“, sagt Steindl. Die FPÖ will sich indes die kommenden Jahre bis zur Gemeinderatswahl neu aufstellen und spätestens in zwei Jahren ein neues Team präsentieren.

Einen Wechsel wird es auch bei der Wahlplattform unabhängiger Ybbser (WUY) geben. Wie bereits in der vergangenen Legislaturperiode wird Gemeinderat Paul Hacker sein Mandat an Belinda Obernberger übergeben. „Es ist der übliche Wechsel, den wir zur Halbzeit im September machen“, erklärt Hacker.