Erstellt am 22. Januar 2013, 00:00

„Schwerer Entschluss“. Rücktritt von SPÖ-Urgestein / Karl-Heinz Spring legt sein Amt als Bürgermeister der Gemeinde Leiben nach 13 Jahren zurück. Schon am 4. Februar übernimmt Franz Raidl seinen Posten.

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Von Eva Posch

LEIBEN / „Ich kann nicht mehr 100 Prozent geben. So belastbar wie früher bin ich auch nicht mehr.“ Mit diesen Worten begründet das SPÖ-Urgestein Karl- Heinz Spring seinen Rücktritt als Bürgermeister der Gemeinde Leiben.

28 Jahre lang setzte er sich für die Gemeindepolitik ein. Davon war er 13 Jahre lang Bürgermeister. „Nun ist es Zeit, die Arbeit in jüngere Hände zu legen“, erklärt Spring. Eine Entscheidung, die ihm aber alles andere als leicht gefallen ist. „Es hat mir immer großen Spaß gemacht.“ Trotzdem glaubt Spring, dass es Zeit ist, frischen Wind in die Gemeinde zu bringen. Neue Blickwinkel und Sichtweisen hofft Spring mit seinem Nachfolger Franz Raidl und der neuen Vizebürgermeisterin Gerlinde Schwarz in das Gemeindeleben zu bringen.

„Wenn man so lange dabei ist wie ich, ist es, als würde man in ein Hamsterrad steigen. Der Blick wird immer enger“, meint der 62-Jährige und freut sich auf den wohlverdienten Ruhestand. Dabei steht eines für Spring schon jetzt ganz klar fest: Ein Hausmann wird er trotz Pensionierung nie werden. Ein aktives Vereinsleben, Fischen und auch Urlaube – damit will sich Spring künftig die Zeit vertreiben.

Für all das nahm sich Spring während seiner Tätigkeit als Bürgermeister keine Zeit: „Mein Zeitmanagement war immer eine Katastrophe und ich habe auch nie Nein sagen können. Deshalb war ich immer im Stress.“ Doch das hat der „Vollgasfahrer“ und „Vereinsmeier“ aus Leiben womöglich auch gebraucht.

„Die Arbeit hat mich immer von meinen persönlichen Problemen abgelenkt.“ Von sechs Uhr morgens bis weit nach Mitternacht füllte ihn seine Tätigkeit aus. Dabei verlangte er auch seinen Gemeindemitarbeitern so einiges ab. „Wenn ich heimgekommen bin, war ich zwar müde, aber zufrieden.“

Bereits am 3. Februar muss er aber von seiner Arbeit Abschied nehmen. Denn ab 4. Februar übernimmt Franz Raidl die Geschäfte. Blickt Spring auf seine Zeit als Bürgermeister zurück, gibt er eines ganz offen zu: „Manche Sachen würde ich heute mit Sicherheit anders machen. Aber zumindest habe ich versucht, soziales Engagement vorzuleben.“