Wohin, wenn‘s heiß ist? FP fordert neues Schwimmbad. FP fordert neues Schwimmbad für St. Leonhard und Ruprechtshofen. Flüsse als Alternativen.

Von Michael Bouda. Erstellt am 21. Januar 2020 (04:31)
Ob ein eigenes Naturbad im Umkreis des Eislaufplatzes (r.) oder neue Badestellen in der Melk (l.): Dieser Bereich in Ruprechtshofen gilt als heißer Kandidat für neue Erfrischungsmöglichkeiten in der wärmsten Jahreszeit.
Michael Bouda

13 Jahre liegt er mittlerweile zurück: der letzte Sprung ins kühle Nass des St. Leonharder Freibads. 2007 wurde es geschlossen. Und seitdem ist man in St. Leonhard und Ruprechtshofen, will man sich im Sommer erfrischen, entweder auf den eigenen Pool oder die Freibäder in den Nachbargemeinden – etwa Melk, Kilb oder Wieselburg – angewiesen.

Ein Umstand, den allen voran die Freiheitlichen ändern wollen. „Wir haben immer kritisiert, dass das Freibad geschlossen wurde. In den beiden Gemeinden gibt es kein anderes Freizeitangebot für die Allgemeinheit als den Eislaufplatz“, erläutert St. Leonhards FP-Spitzenkandidat für die Gemeinderatswahl Richard Punz die Beweggründe für den Vorstoß.

Dieser sieht ein Naturbad im Umkreis des Eislaufplatzes vor. „Der Vorteil ist, dass man damit auch im Sommer das Gebäude beim Eislaufplatz nutzen könnte“, erklärt Matthias Schweiger, Listenzweiter der FP Ruprechtshofen. Wichtig sei ihm, dass keine Chemie verwendet wird. „Und die Kosten sollen so gering wie möglich gehalten werden“, fügt Schweiger hinzu.

Erste Kostenschätzung: rund 350.000 Euro

Eine erste Kostenschätzung hat Schweiger auch bereits bei einer oberösterreichischen Firma, die auf Naturbäder spezialisiert ist, durchführen lassen. Etwa 300.000 Euro wären aufzuwenden, zuzüglich rund 50.000 Euro an notwendigen Anpassungen.

Auf offene Ohren stoßen die Freiheitlichen bei St. Leonhards VP-Ortschef Hans-Jürgen Resel: „Es freut mich, dass sie das wollen. Grundsätzlich haben wir das auch in unserem Arbeitsprogramm, dass es in Richtung Naturbadesee geht.“

Einen weiteren Befürworter gibt es mit Bürgerlisten-Gemeinderat Josef Lueger, wenngleich mit Einschränkungen. „Ich hätte überhaupt nichts dagegen. Das Problem ist nur, dass durch die Schulden der Handlungsspielraum der Gemeinde stark eingeschränkt ist.“

Ruprechtshofens VP-Bürgermeister Leopold Gruber-Doberer kann der Idee nicht viel abgewinnen: „Das ist momentan nicht in meinem Fokus.“ Ihm würden die bestehenden Ausbaggerungen, die zwischen Aubrücke und dem Zusammenfluss von Melk und Mank realisiert wurden, reichen.

Ebenfalls am Melkfluss, im Bereich des Eislaufplatzes, kann sich Erich Radlbauer, Spitzenkandidat von „Vision Leonhard“, einen Badeplatz durch Aufweitung des Flusses vorstellen. „Wenn dies im Rahmen der ökologischen Maßnahmen des Hochwasserschutzes gleich mitgeplant wird, kostet das der Gemeinde nicht sehr viel“, sagt Radlbauer, von Beruf Wasserbautechniker, der ähnliche Lösungen beispielsweise bereits in Böheimkirchen (Bezirk St. Pölten Land) als Amtssachverständiger begleitet und begutachtet hat.

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