Christbäume und Hitze bei Europäischer Tagung im Fokus. Drei Tage lang drehte sich im Waldviertel alles rund um das Thema Christbäume. Zwölf Nationen nahmen an der Tagung teil. Wie wirkt sich der Klimawandel aus?

Von Zaklina Jukic. Erstellt am 04. Juli 2019 (04:24)
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Bei strahlendem Sonnenschein und herrlichem Panoramablick:Johann und Silvia Haslmayer-Moser, Biologe Martin Pollheimer, Obmann Franz Raith, Franz und Anna Steinkellner (v. l.).

An Weihnachten denkt derzeit wohl niemand, denn bis dahin sind es auch noch einige Monate. Anders aber bei vielen Christbaumbauern: Bei über 30 Grad und strahlendem Sonnenschein trafen sich zwölf Nationen im Waldviertel zur alljährlichen europäischen Christbaumtagung.

Fokus der Tagung war dieses Jahr die Frage, ob es 2030, trotz Klimawandel und zunehmender Hitze, noch Christbäume geben wird.

Denn der Klimawandel ist auch in Europas Christbaumkulturen angekommen. Vor allem die Nordmannstanne, als der beliebteste europäische Christbaum, kann den Folgen des Klimawandels erstaunlich gut die Stirn bieten.

Frisch gepflanzte Bäume haben bei zu starker Trockenheit keine Überlebenschance

„Die Trockenheit der letzten Jahre hat keine Qualitätsverschlechterung gezeigt und es scheint, als fühle sich diese Baumart sehr wohl bei höheren Temperaturen. Nur frisch gepflanzte Bäume haben bei zu starker Trockenheit keine Überlebenschance und müssen meist nochmal gepflanzt werden“, erklärt Obmann der ARGE NÖ Christbaum- und Schmuckreisigproduzenten, Franz Raith.

Doch auch das Donauklima begünstigt das Wachstum der Christbäume. Von den Bäumen gehen zum Verkauf rund 20 Prozent auf Stände, 40 Prozent zum Supermarkt und 40 Prozent an Händler.

Familie Haslmayer-Moser aus Weiten legt besonders viel Wert auf großzügige Blühstreifen zwischen den Bäumen. „Es gibt keine Kultur, die sich so für Bienen engagiert“, erklärt Raith. „Besonders in der Nähe von Christbäumen erzielen wir einen guten Erfolg mit unseren Bienen“, gibt Honighersteller Daniel Weidenauer zu wissen. Er betreut rund 20 Bienenvölker.