Donauuferbahn II: Warten auf den Rettungsring. Positive Signale vonseiten des Umweltministeriums und Emmersdorf. Land prüft indes Konzept.

Von Denise Schweiger. Erstellt am 14. März 2020 (04:24)
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August 2019. Die Gleise der Donauuferbahn verschwinden Stück für Stück aus dem Bezirk. Und eine Abordnung der Grünen rückt nach Emmersdorf aus. Ein Pressefoto wird geschossen, ein Statement online veröffentlicht: „Die Donauuferbahn ist stillgelegt worden. Und das, während fünf Milliarden Euro vom Land in eine Autobahn verpulvert werden! Wir müssen das Ruder rumreißen, um die Klimakrise abzuwenden.“

Ein knappes halbes Jahr später ist eine aus der damaligen Grünen-Delegation, Leonore Gewessler, amtierende Umweltministerin. Die 19 Kilometer der Donauuferbahn zwischen Weins und Emmersdorf sind mittlerweile komplett abgetragen. Geht es nach dem Komitee zur Rettung der Donauuferbahn, soll aber in naher Zukunft wieder eine Bahn „auf Schiene“ kommen.

Nachgefragt beim Büro Gewessler verweist Pressesprecherin Uta Hauft darauf, dass die Donauuferbahn Sache des Landes ist: „Die Möglichkeiten des Bundes sind hier leider eingeschränkt. Die Entscheidung über eine eventuelle Nachnutzung liegt in Folge beim Land.“ Mit der Initiative sei man indes aber schon in Kontakt. Auf Anfrage betonte man vonseiten des Landes, dass der Fall „Donauuferbahn neu“ eingehend geprüft wird.

Der „Masterplan“ des Komitees sieht vor, die Wachaubahn am Endbahnhof Emmersdorf nach Westen auf der Trasse der ehemaligen Donauuferbahn zu verlängern. Die neue Regierungsspitze um Bürgermeister Richard Hochratner (BNE) und Vize Helmut Paul Wallner (Grüne) unterstützen die Idee. „Wir sind sehr interessiert und bereit, unseren Teil beizutragen“, lassen die beiden wissen.