Erstellt am 13. Juli 2018, 04:49

von Anna Faltner

Keine Interessenten für Bahn-Übernahme. Abriss-Gegner wollten Transportunternehmen für Trasse motivieren. Weder Zeller noch Loja haben Kaufambitionen.

Seit acht Jahren steht entlang der Donauuferbahn alles still. Für viele ist der Kampf mit dem Abriss der Brücken nun endgültig verloren.
 
 |  Schweiger

„Die Wahrscheinlichkeit ist ziemlich gering. Das gebe ich zu“, sagt Josef Baum, Sprecher der Verkehrswende NÖ. Bis zuletzt versuchten Abriss-Gegner der Donauuferbahn mit Demonstrationen und Plänen über Firmen-Investitionen, die Bahn zu retten.

Wie sich jetzt herausstellte, entsprachen diese Hoffnungsschimmer nur wenig der Wahrheit. Als interessiertes Transportunternehmen wurde die Firma „Zeller Transporte“ aus Oberösterreich genannt. „Ich höre das zum ersten Mal. Wir haben nichts mit der Donauuferbahn zu tun“, betont Geschäftsführer Wolfgang Zeller auf NÖN-Anfrage. Die Firma Loja weiß von einer Firmen-Kooperation auch nichts.

„Wenn es nicht mehr geht, soll man es lassen“

„Unser Status hat sich nicht verändert. Wir haben schon vor Jahren bekundet, dass wir Interesse am Bahnerhalt haben. Aber wir als Steinbruch können uns die Instandsetzung und den laufenden Betrieb nie leisten“, sagt Prokurist Johannes Koppler. Die Loja hätte sich damals wie auch heute ein klares Zeichen aus der Politik gewünscht. „Aber die Signale waren nur sehr mager.“ Von möglichen Investoren hörte auch die NÖVOG durch die Verkehrswende NÖ.

„Wir haben erklärt, dass wir uns gesprächsbereit zeigen, falls ein konkreter Übernahmewunsch kommt. Aber es hat sich niemand gemeldet“, informiert Pressesprecherin Katharina Heider-Fischer. Bis Ende 2019 soll die Auflassung abgeschlossen sein.

Bei den jüngsten Kundgebungen glänzte die heimische Politik mit Abwesenheit. „Für mich ist es vorbei. Wenn es nicht mehr geht, soll man es lassen“, gibt sich Langzeit-Optimist und Marbachs SP-Bürgermeister Anton Gruber geschlagen.