Schröfelbauer konnte nicht mehr gerettet werden. Transportunternehmen Schröfelbauer musste nun doch zusperren. Damit muss Stadtgemeinde Pöchlarn an neuem Transportkonzept für Sammeltaxi feilen.

Von Denise Schweiger und Michael Bouda. Erstellt am 24. April 2019 (09:11)
Schweiger
Schluss für Schröfelbauer: Das Transportunternehmen ist insolvent, daher braucht es ein neues Transportkonzept in Pöchlarn.

Vor drei Wochen verkündete das Texingtaler Transportunternehmen Schröfelbauer gegenüber der NÖN seine Insolvenz samt Sanierungsplan. Zu sanieren gibt es jetzt aber nichts mehr. Am Freitag vergangener Woche wurde der Betrieb nun endgültig eingestellt.

„Leider hat sich gezeigt, dass die Kunden zum Teil unsicher geworden sind“, erklärt der Masseverwalter und Melker Rechtsanwalt Gerhard Taufner. Es sei aber gelungen, viele gebuchte Reisen an die Veranstalter zu vermitteln. Abgesehen davon könne man bei der Ausfallsversicherung des jeweiligen Veranstalters einen Schaden geltend machen.

Ans Aufhören denkt Leopold Schröfelbauer aber nicht. Das Unternehmen will diese Woche bereits wieder mit einem Kleinbus für die Caritas- und Sonderschultransporte beginnen, Anfang Mai eventuell mit einem Reisebus. „Wir fangen wieder klein an“, sagt Schröfelbauer.

Die Schließung des Transportunternehmens hat direkte Konsequenzen für die Stadtgemeinde Pöchlarn. Bislang war Schröfelbauer für den Schüler- und Kindergartentransport und das Anruf-Sammeltaxi zuständig. Damit diese Woche nach den Osterfeiertagen kein Chaos herrscht, stellte die Gemeinde eine Übergangslösung auf die Beine. „Dass der Schüler- und Kindergartentransport so schnell wie möglich wie gehabt weitergehen muss, war uns ein Anliegen“, berichtet VP-Stadtchef Franz Heisler.

Der Bürgermeister forciert ein Konzept für die Transportdienste und das Sammeltaxi. Hinter dessen Zukunft steht momentan noch ein dickes Fragezeichen. Mitte Mai findet eine Kleinregionssitzung statt, um das Thema weitläufig zu besprechen. „Vielleicht lässt sich ein gemeinsames Konzept für das Sammeltaxi erstellen“, will Heisler das Mobilitätsangebot weiterhin bereitstellen.