Aufbruch in neue Zeiten für die LFS Sooß. In den nächsten Jahren steht für die LFS Sooß die Übersiedlung nach Pyhra an. Das Schloss soll danach zu einem „Leuchtturmprojekt“ der Region werden.

Von Michael Bouda und Lisa Röhrer. Erstellt am 22. Februar 2019 (03:40)
Michael Bouda

Die Weichen für die Erweiterung der Landwirtschaftlichen Fachschule (LFS) Pyhra und die anschließende Eingliederung der LFS Sooß sind gestellt: Der Architektenwettbewerb für den Zubau der Schule ist abgeschlossen. Als Sieger ging dabei das Architekturbüro Urmann-Radler hervor. Mit den Bauarbeiten soll, so Schulleiter Josef Sieder, voraussichtlich im Frühjahr 2020 begonnen werden. Wann die LFS Sooß schließlich genau aus den bisherigen Räumlichkeiten aus- und in Pyhra einziehen wird, ist noch nicht bekannt. „Bis dahin wird die Schule in Sooß ganz normal weitergeführt“, betont Hürms Bürgermeister Johannes Zuser (VP). Als Richtwert für den Zeitpunkt der Übersiedelung gelten die Jahre 2022 beziehungsweise 2023.

Aus Hürmer Sicht hat sich längst die Frage gestellt, wie das große und prestigeträchtige Areal nach dem Abschied der LFS weiterverwendet wird. Und so fern die Veränderung erscheinen mag, so sehr will man sich in der Gemeinde dafür rüsten. „Wir wollen die Zeit bis dahin nutzen“, erklärt Zuser, dass bereits mehrere Möglichkeiten ausgelotet werden. Jedenfalls soll es eine Einrichtung mit Vorzeigecharakter werden. Zuser: „Vielleicht gelingt uns ein Leuchtturmprojekt für die Region.“

„Es soll passen – für Region und Gemeinde“

Die Überlegungen reichen von kulturellen bis sozialen Institutionen, die ins Schloss einziehen könnten, ebenso wie Büros oder Schulungsräume, für die das Schloss genutzt werden könnte. „Es soll passen – für die Region und für die Gemeinde“, verweist Zuser beispielsweise auf die gute Verkehrsanbindung und andere, nahegelegene kulturelle Aushängeschilder wie die Schalla- burg oder das Stift Melk.

Genauso müssten aber Faktoren wie der Denkmalschutz berücksichtigt werden. Und schließlich sei auch die Abstimmung mit dem Land Niederösterreich als Eigentümer notwendig. „Es geht um ein Miteinander – auch mit der Bevölkerung“, will der Hürmer Ortschef daher in den nächsten Monaten die Optionen weiter erörtern.