Garnelen ohne Chemie aus Melk. Peter Plutsch eröffnete eine Garnelenfarm in Melk. Er züchtet nicht nur qualitativ hochwertige Garnelen, sondern verfolgt auch einen nachhaltigen Gedanken.

Von Nina Gundacker. Erstellt am 24. Januar 2019 (05:00)
privat
Peter Plutsch mit einer seiner selbst gezüchteten Garnelen.

Vor zwei Jahren begann Peter Plutsch sich erstmals mit der Garnelenzüchtung zu beschäftigen. Er war schockiert von der Vermüllung der Meere und den Bedingungen, die in den Ländern herrschen, aus denen unsere im Supermarkt erhältlichen Garnelen stammen.

Darum beschloss er, einen nachhaltigen Weg zu finden, die Tiere in Österreich zu züchten. In den vergangenen Jahren setzte sich Plutsch intensiv mit dem Thema auseinander. Im Eigenstudium eignete er sich das für diese Arbeit notwendige Wissen an und konnte so seine ersten Garnelen züchten. Im Zuge dessen eröffnete er seine Garnelenfarm in Melk.

Die Larven, die Plutsch aus Florida importierte, benötigen ein halbes Jahr Wachstum und vor allem viel Zeit. „In meiner Lernphase habe ich mich rund um die Uhr um die Garnelen gekümmert“, erzählt Plutsch stolz.

Nachhaltiger Gedanke hinter der Zucht

Aber es hat sich gelohnt. Mittlerweile kann Plutsch die fertigen Garnelen an regionale Restaurants abgeben, die auf hochwertige Ware Wert legen. Aber auch private Abnehmer möchte er gerne erreichen. Für ihn gilt ganz allgemein „Qualität vor Quantität“.

Plutsch möchte auch dazu aufrufen, wieder mehr regional einzukaufen und darauf zu achten, was auf den Teller kommt. „Wer gerne Garnelen isst, hat bestimmt lieber geschmackvolle Garnelen ohne Chemie als welche aus verseuchten Meeren“, meint Plutsch. Im Großen und Ganzen steckt also eine gewisse Botschaft hinter der Garnelenfarm, wie es sie heute gibt.

Plutsch hat große Pläne für die Zukunft. Er möchte seinen Internetauftritt verbessern und mehr Leute erreichen. Um die Farm dann wirklich groß aufzuziehen, werden Investoren, die Vertrauen in ein heimisches Unternehmen haben, gesucht.