Ybbs an der Donau

Erstellt am 19. Juni 2018, 05:01

von Jutta Streimelweger

Moser war gegen Misstrauensantrag. Misstrauensantrag der Ybbser Stadt-VP stieß nicht nur bei der SPÖ auf Unverständnis, auch VP-Bezirksobmann Karl Moser kann den Schritt seiner Polit-Kollegen nicht nachvollziehen.

v. l. n. r.: SP-Bezirkschef Günther Sidl war über Misstrauensantrag empört. VP-Bezirksobmann Karl Moser hatte sich gegen Misstrauensantrag ausgesprochen. VP-Stadtparteiobmann Gert Kratzer betont: „War nicht aus Jux und Tollerei.“  |  SPÖ NÖ, Wegerbauer/ Glück / Archiv

Der Misstrauensantrag der Ybbser Schwarzen gegen SP-Bürgermeister Alois Schroll schlug Wellen. Für Kopfschütteln sorgte das Vorgehen der Stadt-VP bei SP-Bezirksobmann Günther Sidl: „Ein Misstrauensantrag ist das letzte Mittel der Opposition und bei einem Finanzbericht völlig unangebracht.“ Eine Meinung, mit welcher er nicht alleine dasteht.

Moser: "Nicht ausreichend begründet"

Auch VP-Bezirksobmann Karl Moser war kein Freund des Misstrauensantrags: Er erklärt nämlich auf NÖN-Anfrage, dass er seinen Ybbser Kollegen von diesem Schritt abgeraten hat: „Soweit ich das aus der Ferne beurteilen kann, war er nicht ausreichend begründet.“ Die Ybbser brachten den Misstrauensantrag dennoch ein, diesen Umstand kommentiert Moser diplomatisch: „Die Gemeinden sind autonom.“

VP-Stadtparteiobmann Gert Kratzer erklärt zu Mosers Statement: „Wir sind an der Sache näher dran. Aus Jux und Tollerei haben wir uns nicht zu diesem Schritt entschlossen. Der Grund ist ganz klar der Bericht zur Gebarungseinschau und die Zusammenarbeit mit der SP.“ Dem Misstrauensantrag seien durchaus lange und intensive Gespräche vorausgegangen. „Wir haben uns dann bewusst dafür entschieden.“

Als Erfolg würde Kratzer das Ergebnis nicht bezeichnen, aber: „Uns war von Anfang an klar, dass der Antrag ins Leere gehen wird.“ Geschafft habe die VP dennoch etwas Wichtiges, betont der Stadtparteiobmann: „Wir haben erreicht, dass in Ybbs eine rege Diskussion darüber, was für unsere Stadt gut oder nicht gut ist, stattfindet.“ Auch die Projekte werden jetzt kritischer hinterfragt.