Rad-Umfrage in Pöchlarn: Ergebnis? „Mittelgut“

Erstellt am 10. August 2022 | 03:56
Lesezeit: 3 Min
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Besonders „kritische Stelle“: das Ende des Radweges im Bereich des Spar Prauchners.
Foto: Haunschmid
Die Stadt wollte wissen, wo es Verbesserungspotenzial beim Radfahren in und um Pöchlarn gibt. Die Ergebnisse.

Hintergrund der Aktion. Die Stadt Pöchlarn plant mit Erlauf, Golling, Krummnußbaum, Klein-Pöchlarn und Marbach ein gemeindeübergreifendes Radbasisnetz. Dieses Gebiet wurde vom Land als Region mit „besonderem Potenzial für den Alltagsradverkehr“ ermittelt. Die Amstettner Ingenieurkanzlei für Wasserwirtschaft, Umwelttechnik und Infrastruktur (IKW) wurde mit der Basisnetzplanung beauftragt. Es folgten Besprechungstermine, ein Lokalaugenschein und eine von Ende Mai bis Ende Juni laufende Online-Befragung. Nun liegt der NÖN die Auswertung vor.

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Franz Heisler, ÖVP-Stadtchef.
Foto: privat

So viele nahmen an der Umfrage teil. „Insgesamt 157 Personen haben bei der Radumfrage mitgemacht, was einer sehr guten Beteiligung entspricht − danke dafür!“, betont ÖVP-Energiegemeinderat Matthias Komarek. Diese Teilnehmerzahl sei für eine Umfrage dieser Art als durchaus hoch zu beurteilen. „Es waren etwas mehr weibliche Teilnehmerinnen – und das Durchschnittsalter lag bei 44 Jahren“, fügt ÖVP-Stadtchef Franz Heisler hinzu.

Vergabe von Schulnoten zeigt: Hier wird „Nachhilfe“ gebraucht. Grundlegend unterschied die Online-Umfrage in das Radwegenetz in Pöchlarn sowie jenes in der Umgebung der Stadt. Beide könne man als „mittelgut“ bewerten. Im Detail und in Form von Schulnoten: „Innerorts“, also in Pöchlarn, gab der Großteil der Teilnehmerinnen und Teilnehmer (über 30 Prozent) ein „Befriedigend“ ab, das „Umland“ bekam gleichermaßen oft „Befriedigend“ wie „Genügend“.

Zwei klare Wunschrouten haben sich „mit großem Abstand“ herauskristallisiert, erklärt Komarek: „33 Prozent der Nennungen betrafen die Verbindung Ornding−Pöchlarn und 24 Prozent die Anbindung von Hofer/Obi.“ Acht Prozent der Angaben entfielen auf die (autofreie) Innenstadt sowie fünf Prozent auf die Wiener Straße samt Anbindung zum Billa. Ein kleiner Prozentsatz (drei Prozent) führte zudem jeweils die Anbindung vom Bahnhof, den neuen Radweg in der Manker und Regensburger Straße, die Verbindung Golling−Pöchlarn und die Anbindung der Siedlungen im Süden/Neu Pöchlarn ins Treffen. „Für die Anbindung von Hofer/Obi existieren bereits konkrete Planungen, für die Verbindung Ornding−Pöchlarn gibt es ebenso Varianten. Beides ist somit auch aufgrund der Befragungsergebnisse sicherlich prioritär in Angriff zu nehmen“, ergänzt Heisler. Dazu seien aber – neben der entsprechenden Finanzierung – noch Grundflächen notwendig.

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Matthias Komarek, ÖVP-Energiegemeinderat.
Foto: privat

Die kritischen Stellen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nannten insbesondere das Ende des Radweges beim Spar Prauchner als „kritische Stelle“ (32 Prozent), auch das Urteil für die Bahnunterführung in der Manker Straße fällt nicht gut aus (18 Prozent). Verbesserungsbedarf wurde weiters bei der Verbindung zur Schule und der Sicherheit davor sowie bei der Querungsmöglichkeit zum Spar Prauchner (jeweils neun Prozent) geortet, gefolgt von der Bahnunterführung Lerchenstraße (sieben Prozent) und Bahnunterführung in Brunn (fünf Prozent).

Mehr Radständer! Im Rahmen der Umfrage wollte die Stadt zudem wissen, wie es um die bestehenden Radabstellanlagen steht. Das größte Potenzial für Verbesserungen sahen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ganz klar beim Bahnhof, aber auch bei den Geschäften.

So geht’s weiter. Die Resultate werden in die Planung sowie die Erstellung des Radbasisnetzes einfließen. „Besten Dank für das Mitmachen bei der Umfrage und die vielen wertvollen Hinweise. Wir werden unser Bestes unternehmen, um zu entsprechenden Umsetzungen zu kommen!“, heißt es seitens der Stadtvertreter.