Verfahren nach drei Jahren eingestellt. Staatsanwaltschaft ließ Klage gegen Pöchlarns ehemaligen Bürgermeister Alfred Bergner und den Veranstalter fallen.

Von Claudia Christ. Erstellt am 19. Mai 2015 (07:50)
NOEN, Plutsch
Unvergessliche Schreckensbilder: Nach dem Unwetter beim Mittelalterfest in Pöchlarn am 28. Juli glich der Schlosspark einem Schlachtfeld. Nun wurden die Anklagen gegen natürliche Personen fallen gelassen.

Am 28. Juli jährt sich das Unglück beim Mittelalterfest im Pöchlarner Schlosspark zum dritten Mal: Damals stürzten während eines heftigen Unwetters abgerissene Äste eines mächtigen Baumes auf Zelte und begruben Menschen unter sich. Zwei Männer kamen ums Leben. Mehr als zehn weitere Gäste der Veranstaltung wurden teils schwer verletzt.

Die Staatsanwaltschaft St. Pölten ermittelte in der Folge gegen den damaligen Bürgermeister, den Bauhofleiter, einen Förster und den Veranstalter wegen Verdachts der fahrlässigen Tötung und der fahrlässigen Körperverletzung. Nun wurde das Verfahren eingestellt.

Alfred Bergner zeigte sich im NÖN-Gespräch angesichts des Ergebnisses erleichtert: „Für mich war die Situation aber einigermaßen erträglich, weil es von den Familien der Opfer keine Schuldzuweisungen mir gegenüber gab. Dafür bin ich sehr dankbar.“ Und Bürgermeister Franz Heisler sagt: „Für die betroffenen Personen und natürlich für die Gemeinde Pöchlarn ist das ein positives Ergebnis.“