Melker Anrufsammeltaxi als Ergänzung für die Öffis. Erste konkrete Ideen für die Umsetzung eines Anrufsammeltaxis. Insgesamt 44 Haltestellen in der Stadt geplant. Der Start soll bereits zu Jahresbeginn 2021 erfolgen.

Von Markus Glück. Erstellt am 24. September 2020 (04:55)
Erste Überlegungen fürHaltestellen gibt es bereits.
NOEN

Der öffentliche Verkehr war eines der großen Wahlkampfthemen im vergangenen Gemeinderatswahlkampf. Während die SPÖ einen Citybus forcierte, wälzten ÖVP und Grüne Überlegungen für ein Anrufsammeltaxi (AST).

Erste Überlegungen fürHaltestellen gibt es bereits.
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In der vergangenen Gemeinderatssitzung stellten VP-Vizebürgermeister Wolfgang Kaufmann und Grünen-Gemeinderätin Barbara Bilderl ihre Pläne für ein künftiges Anrufsammeltaxi-Modell in der Bezirkshauptstadt vor. Know-how floss dabei auch vom ehemaligen Winklarner Bürgermeister und nunmehrigem Melker Gernot Lehner ein – er führte bereits vor Jahren in seiner damaligen Gemeinde das Anrufsammeltaxi Mosti ein.

Und damit die Ideen nicht in der Schublade verschwinden, wollen beide bereits Anfang des kommenden Jahres starten. „Wir wollen so rasch wie möglich starten. Das AST soll als Ergänzung zum öffentlichen Verkehr und Ersatz für das Ärztetaxi dienen“, betont Kaufmann, dass es keine Konkurrenz für herkömmliche Taxis sei.

Für das Projekt wird das gesamte Stadtgebiet in drei Zonen unterteilt. Neben der Stadt Melk gibt es auch eine Zone für die westlichen Katastralgemeinden sowie eine für die östlichen Katastralgemeinden. Der Fokus des Sammeltaxis liegt im Bereich Alltagsmobilität. Betriebszeiten sind Montag von 7 bis 18 Uhr sowie Samstag von 10 bis 17 Uhr.

Neben dem Top-Jugendticket sollen auch die VOR-Monats- und Jahreskarten anerkannt werden, nur der Komfortzuschlag zwischen drei und vier Euro ist zu bezahlen. Generell richten sich die Tarife nach dem ÖV-Tarif.

Im gesamten Stadtgebiet sind insgesamt 44 Haltestellen geplant, Abfahrten finden zu bestimmten Zeiten statt, die Anrufe werden vom VOR-Callcenter disponiert. „Die einzelnen Zeiten sind großzügig geplant, da wir hoffen, dass viele Menschen das neue Angebot auch nutzen werden“, erklärt Bilderl.