Südliches Waldviertel: Klinken putzen für die Donauuferbahn

Erstellt am 19. Januar 2022 | 05:56
Lesezeit: 2 Min
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Foto: Schweiger
Lokalpolitiker erteilten den Revitalisierungsplänen eine Absage. Initiative und Verkehrswende setzen jetzt auf die Bürger.

Mit einem gehörigen Dämpfer endete das Vorjahr für die Befürworter der Revitalisierung der Donauuferbahn. Kurz vor Weihnachten beschlossen vier der fünf betroffenen Gemeinden das Ende der „Reanimierungsversuche“ der ehemaligen Trasse im Bezirk. Kurz vor dem Jahreswechsel betonte der zuständige Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko (ÖVP) gegenüber der NÖN, dass die betroffenen Bürgermeister ihren Wunsch auch bei ihm vorbrachten. Eine neue Buslinie als Alternative zur Donauuferbahn solle nun forciert werden. Ans Aufgeben denken die Mitglieder der Initiative „Donauuferbahn jetzt“ sowie der Verkehrswende aber nicht.

In einer Onlineversammlung fanden sich in der Vorwoche zahlreiche Befürworter zusammen, um die weitere Vorgehensweise zu diskutieren. Seit dem 20. Dezember ist die Petition „Weg frei für neue Donauuferbahn“ online, diese läuft noch fünf Monate.

Über 570 Unterstützer zählt die Online-Petition

„Der Wille des Volkes ist ein anderer als der der Bürgermeister. Eine starke Stimme der Zivilbevölkerung ist nun gefragt“, verweist Christa Kranzl, Vorsitzende der Initiative, darauf, die Gemeindebürger verstärkt ins Boot holen zu wollen. Bis dato sind 578 Unterstützungserklärungen eingegangen (Stand zum Redaktionsschluss). Angedacht seien auch Hausbesuche in den Gemeinden.

Auch Marbachs Ex-Bürgermeister Anton Gruber (SPÖ) nahm an dem Online-Event teil – und er verwies auf den im Parlament eingebrachten SPÖ-Initiativantrag, welcher ein klares Bekenntnis zum Regionalverkehr fordert. Kranzl, betonte zudem, dass man seitens der ÖBB „großes Interesse“ am Bahnbetrieb hätte, insofern es einen Auftrag zur Wiederinbetriebnahme der historischen Trasse vom Ministerium gebe. „Diese Aussage kann ich nicht bestätigen, da dies bei den ÖBB aktuell kein Thema ist, mit dem man sich befassen würde“, meint hingegen ÖBB-Sprecher Christopher Seif.