Einbruch in Lagerhaus St. Leonhard. Zweimal gelangten unbekannte Täter durch das WC-Fenster ins Lagerhaus St. Leonhard. Dank des Alarms flüchteten sie aber ohne Diebesbeute.

Von Michael Bouda. Erstellt am 11. August 2020 (10:32)
Standortleiter Rudolf Emsenhuber neben dem Fenster, über das unbekannte Täter zweimal in das St. Leonharder Lagerhaus einstiegen.
Michael Bouda

Es war kurz nach 1 Uhr Früh in der Nacht von Montag auf Dienstag vergangener Woche, als bei Rudolf Emsenhuber am Handy angezeigt wurde, dass ein Bewegungsmelder im St. Leonharder Lagerhaus ausgelöst wurde. Gut eine Stunde später war es ein zweites Mal so weit. „Das kommt oft vor – zum Beispiel wenn in der Gartenabteilung ein Blatt zu Boden fällt, eine Libelle herumfliegt oder ein Preisschild wackelt – es gibt oft einen Fehlalarm“, erzählt der Standortleiter. Da beim jüngsten Vorfall jedes Mal nur ein Bewegungsmelder anschlug, ging Emsenhuber nicht von einem Einbruch aus. Erst am darauffolgenden Morgen wurde die Polizei verständigt.

Denn zwei unbekannte Täter hatten beim gekippten WC-Fenster die Flügelscheren ausgehängt, einer von ihnen stieg durch die Öffnung ins Gebäude ein. Dort ging allerdings nach wenigen Metern der Alarm, ausgelöst vom ersten Bewegungsmelder, los. Daraufhin flüchtete der unbekannte Täter, um anschließend zu warten und gut eine Stunde später neuerlich einzusteigen – mit demselben Erfolg wie beim ersten Mal. „Es ist überhaupt kein Schaden entstanden“, sah Emsenhuber die Alarmvorrichtungen Wirkung zeigen. Nach dem Auswerten der Aufnahmen der verschiedenen Überwachungskameras glaubt Emsenhuber, dass es Jugendliche gewesen sein könnten – keine professionellen Einbrecher.

Denn Einbruchdiebstähle hatten in der Vergangenheit – der letzte ist mehrere Jahre her – anders ausgesehen. „Wir hatten einen Fall, bei dem in weniger als drei Minuten über 20 Motorsägen gestohlen wurden. Die Täter haben einfach die Scheibe eingeschlagen und als die Polizei da war, waren sie wahrscheinlich schon in Loosdorf auf der Autobahn“, berichtet Emsenhuber.

Fehlalarm noch mehr entgegenwirken

Damit künftig schneller reagiert werden kann, will der Standortleiter nachschärfen: „Wir werden das sicher sehr ernst nehmen. Alle Fenster müssen geschlossen sein und wir versuchen, bei den Bewegungsmeldern alle Fehlerquellen, die einen Fehlalarm auslösen könnten, zu beseitigen.“