Melker Bezirks-Touristiker sind bereit für den Sommer. Sommersaison 2021 steht in den Startlöchern. Erste Buchungen sind schon eingelangt, Betreiber im Bezirk sind guter Dinge.

Von Markus Glück und Denise Schweiger. Erstellt am 15. Mai 2021 (05:46)
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Nach dem Corona-Sommer 2020 rüsten sich die Tourismusbetriebe und Hotelieres für einen abermaligen Sommer in Zeiten der Pandemie.

Im Hotel Schachner in Maria Taferl laufen seit Ende März Umbauarbeiten. Das Haus soll bis Mitte September komplett barrierefrei sein. Herzstück wird ein neuer, zweistöckiger Wellnessbereich mit einem mehr als 20 Meter langen Infinity-Pool mit Blick auf die Donau und den Ötscher.

Neu gestaltet wird auch der Rezeptions- und Empfangsbereich sowie die Büroräumlichkeiten. Künftig werden die Gäste auf einer Fläche von 200 m² in einem offenen und barrierefreien Bereich empfangen. Der Zugang zum Restaurantbereich wird ebenso erneuert. Mit dem „Wein-Gut“ wird ein neuer Raum im Bereich des Weinkellers geschaffen.

Kurzurlaube boomten bereits im Vorjahr

Zum Umbau entschloss sich die Hotelierfamilie, da man künftig vermehrt Kurzurlauber ansprechen will. Dass dies funktioniert, habe man bereits im vergangenen Sommer gesehen, als, trotz Ausfall von Seminaren und Hochzeiten, mit Kurzurlaubern über den Sommer der Halbjahresumsatz erreicht werden konnte. Größtes Plus ist dabei die Natur.

„Gäste suchen bei uns hauptsächlich Erholung und finden in der Natur ihren Ausgleich. Mit unseren vielen Wanderwegen ist für jeden Anspruch etwas dabei“, erzählt Marie Schachner, dass die Gäste hauptsächlich aus Österreich kommen.

Ab 19. Mai wollen die Schachners auch wieder den Kaiserhof samt seinen 10.000 m² großen Garten und den 30 Zimmern wiedereröffnen. Das à la carte-Restaurant wird voraussichtlich Mitte Juli wieder in Betrieb gehen. „Wir haben bereits jetzt viele Anfragen von Urlaubsgästen. Das Pfingstwochenende ist sehr gut gebucht“, sagt Schachner.

„Individualbucher sind derzeit noch etwas zurückhaltend. Wir sind aber zufrieden und blicken positiv in die Zukunft.“ Karin Gruber-Rosenberger

In den Sommermonaten gut gebucht ist auch die Ybbser Donaulodge. Laut Betreiberin Karin Gruber-Rosenberger haben vor allem Reisegruppen gebucht: „Individualbucher sind derzeit noch etwas zurückhaltend. Wir sind aber mit der Situation zufrieden und blicken positiv in die Zukunft.“

Das Urlaubersegment in der Donaulodge besteht dabei meist aus Radfahrern und Familien, die vor allem oftmals eine Woche in Ybbs Urlaub machen. Um den Gästen künftig eine weitere Attraktion zu bieten, bietet Hausherr Jimmy Gruber-Rosenberger ab Mitte Juni eigene Fahrten in einer Zille an. Dabei können die Donau und die Umgebung, gespickt mit Anekdoten des Chefs, genauestens erkundet werden.

Dass die 21 Betten in den neun Zimmern der Frühstückspension Haus Barbara bald wieder belegt sind, hofft auch Stefan Fischer. Gemeinsam mit seiner Familie betreibt er die Pension inmitten der Stadtgemeinde Pöchlarn. „Wir sind vorbereitet auf die Touristen – komplett geschlossen hatten wir aufgrund von Geschäftsreisenden in den vergangenen sechs Monaten nie“, gibt Fischer Einblick.

Die Pensionsbetreiber haben die etwas stillere Zeit genutzt, um das Hau Barbara zu renovieren. Demnach sei man „gerüstet und guter Dinge“, wenn die Tourismus-Saison ab 19. Mai startet. „Es gibt auch schon einige Buchungen. Ich denke, wenn der Öffnungstermin näher rückt und auch die Impfung weiter voranschreitet, werden viele Touristen ihre Urlaubspläne konkretisieren“, zeigt sich Fischer gegenüber der NÖN optimistisch. Er rechnet vor allem mit Gästen aus Österreich: „Letztes Jahr hatten wir so viele einheimische Touristen wie noch nie!“