Wird Landwirt mit Müll schikaniert?. Bereits zweimal fand ein Hürmer Landwirt auf seinem Grund Plastiksäcke mit verdorbenen Lebensmitteln.

Von Michael Bouda. Erstellt am 05. August 2020 (04:31)
Ein Bauer in Hürm hofft, dass dieser Sack mit verdorbenem Fleisch der letzte unangenehme Fund auf seinem Grund war.
Franz Gleiß

Felder, Wiesen und Wälder umgeben den Hof eines Hürmer Landwirts, der namentlich nicht genannt werden will. „Wir leben auf einem wunderschönen Flecken Niederösterreichs. Aber so etwas habe ich noch nicht gesehen“, ist der Landwirt entrüstet. Zweimal innerhalb von zwei Wochen fand er auf seinem Grund, gleich neben der Landstraße, Plastiksäcke mit verdorbenen Lebensmitteln. „Es waren verschimmelte Teigwaren dabei und auch jeweils ein Sack mit verdorbenem Fleisch“, erzählt der Hürmer.

Beim ersten Mal habe er noch gedacht, dass jemandes Tiefkühltruhe kaputt gegangen sein könnte. Mit dem zweiten Vorfall vergangene Woche stand für ihn aber fest: „Jetzt glaube ich nicht mehr an einen Zufall.“ Natürlich liege immer wieder Müll am Straßenrand. „Aber so etwas hat man normalerweise nicht im Auto. Das ist entweder eine Provokation, Dummheit oder beides“, betont der Landwirt.

Dabei sind die verdorbenen Essensreste nicht nur unappetitlich, sondern können auch eine Gefahr für die rund 50 Rinder des Familienbetriebs darstellen, wie der Bauer erklärt: „Wenn sie unbemerkt nach dem Mähen in die Heuballen kommen, können die Tiere an einer Fleischvergiftung sterben.“

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