Fitnessstudio-Streit - Attacke von Kontrahenten?. Ybbs: Fitness Haiderer dementiert Insolvenz. Er will wegen Verleumdung klagen.

Von Markus Glück. Erstellt am 30. November 2020 (06:03)
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Vergangene Woche landete ein mysteriöses Mail im Postfach der Redaktion. Der Inhalt: Das Fitness- und Gesundheitsstudio soll abermals vor dem Konkurs stehen. Untermauert wird das Schreiben von einem Auszug der Ediktsdatei des Justizministeriums.

Nachgefragt beim Fitnessstudiobetreiber Erich Haiderer fällt dieser aus allen Wolken. „Ich bin nicht in Konkurs, habe auch keine Schulden. Ich habe dieses Schreiben auch nicht erhalten“, wundert sich der Ybbser.

Beim Kreditschutzverband (KSV) wird auf NÖN-Anfrage betont, dass es derzeit kein Konkursverfahren gibt. Warum also der Eintrag in die Ediktsdateien bezüglich eines Schuldenregulierungsverfahrens samt Gerichtstermins am 16. Dezember am Bezirksgericht Melk? Laut einem Sprecher des KSV hängt der Eintrag, der einmal im Jahr veröffentlicht wird, mit einem bereits vor knapp einem Jahrzehnt abgeschlossenen Sanierungsverfahren von Haiderer zusammen. „Hier sind einige Gläubiger weiterhin dem Betreiber Geld schuldig“, heißt es vonseiten des Kreditschutzverbandes.

Haiderer: „Ich habe keine Kredite laufen“

Angesprochen auf die Aussagen bestätigt Haiderer, der zwischenzeitlich ebenso die Nachforschung startete die NÖN-Recherche. „Damals haben gut 300 Leute nicht bezahlt, ein gewichtiger Teil des damaligen Schuldenbergs und Grund für den Konkurs“, will Haiderer aber nicht mehr an damals zurückdenken. Das sei mittlerweile lange genug her, die beiden Fitnessstudios in Ybbs und Grein laufen gut. „Ich habe keine Kredite laufen“, meint Haiderer.

Hinter der Attacke vermutet Haiderer einen Fitnessstudiobetreiber aus dem Nachbarbezirk Amstetten. „Er hat schon öfters falsche Gerüchte gegen mich in Umlauf gebracht. Mein Anwalt prüft eine Klage wegen Verleumdung und Kreditschädigung“, erzählt Haiderer. Warum es zu dieser Aktion kommen konnte, versteht der Fitnessstudio-Betreiber ebenso wenig. Mit der Coronakrise durchleben die Fitnessstudios derzeit ohnedies eine schwierige Phase: „Es kämpft derzeit jeder ums Überleben. Für uns wäre es besser, wenn wir alle zusammenhalten würden.“