Grünes Licht für Grundstücksverkauf

Erstellt am 11. August 2022 | 04:05
Lesezeit: 2 Min
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Der Stora-Enso-Konzern plant eine Erweiterung an seiner bestehenden Betriebsfläche in Ybbs.
Foto: Stora Enso
Trotz ÖVP-Kritik stimmt Gemeinderat in Ybbs für Grundstücksverkauf an Stora Enso.

Bis zum Ende des vierten Quartals 2023 soll die weltweit größte Beschichtungsanlage am Ybbser Standort des schwedisch-finnischen Konzerns fertiggestellt werden. Danach plant Stora Enso eine Erweiterung zwischen Rotkreuz-Bezirksstelle und Oberleitner-teich (die NÖN berichtete).

Damit dieses Vorhaben umgesetzt werden kann, benötigt der Konzern Grundstücke der Diözese St. Pölten, der Stadtgemeinde Ybbs und des Bürgerspitalsfonds.

Als letzte der drei Eigentümer gab die Stadtgemeinde Ybbs in der vergangenen Gemeinderatssitzung ihr grünes Licht für den Verkauf. SPÖ-Bürgermeisterin Ulrike Schachner befürwortet den Verkauf und sieht darin auch eine langfristige Standortsicherung für Ybbs. „Wir haben zwei Jahre lang diskutiert und das Thema ist jetzt bei allen Betroffenen angekommen. Ich bin froh, dass Stora Enso erweitert und auch, dass die Zusammenarbeit mit den Anrainern so gut funktioniert“, betont ÖVP-Stadtrat Gert Kratzer.

Der Beschluss zum Verkauf verlief aber nicht ohne Diskussion − Umwelt-Stadtrat Harald Ebert (ÖVP) mahnte, künftig mehr auf das Thema Versiegelung zu schauen: „Wir müssen die Umwelt vor Arbeitsplätze stellen. Unsere Kinder werden sagen, dass wir es waren, die alles zubetoniert haben. Denken wir beim nächsten Mal daran.“ SPÖ-Stadtrat Ernst Simmer entgegnete dabei, dass es ein Entwicklungskonzept für das Betriebsgebiet gäbe: „Wenn wir uns einer Firma verwehren, baut sie in einer anderen Gemeinde.“

Und Schachner verspricht, dass die Gemeinde im Gespräch mit den Betrieben alles unternimmt, was für den Umweltschutz möglich ist. Am Ende gab es von den anwesenden 19 Gemeinderäten vier Enthaltungen sowie eine Gegenstimme von WUY-Gemeinderat Paul Hacker.