Stadt plant 2019 kräftige Investitionen. Außerordentlicher Haushalt steigt auf 12,3 Millionen Euro. Projekte verursachen auch klar höheren Schuldenstand.

Von Markus Glück. Erstellt am 13. Dezember 2018 (05:00)
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SP-Stadtchef Alois Schroll gibt Einblicke ins Budget 2019.

Auf beinahe das Dreifache steigt der außerordentliche Haushalt der Stadtgemeinde Ybbs im Jahr 2019. Waren es im letzten Jahr noch 4,4 Millionen Euro, plant die Stadt für das kommende Jahr rund 12,3 Millionen Euro. Grund für den Anstieg sind eine Vielzahl an Investitionen.

Größter Brocken dabei sind die rund 5,1 Millionen Euro für die Stadthalle, dafür werden 4,4 Million Euro Schulden aufgenommen. Die restliche Summe von 2,9 Millionen Euro kommt über eine Sonderbedarfszuweisung des Landes. Daneben gibt die Stadt 1,4 Millionen Euro für neue Liegenschaften aus, unter anderem für die Gmeiner-Gründe und das Betriebsgrundstück von Transgourmet.

„Wir verkaufen die Gründe an Firmen und Genossenschaften weiter und machen dadurch natürlich einen Gewinn“, erklärt SP-Bürgermeister Alois Schroll, dass die Ausgaben rasch getilgt sein werden. Mit 1,4 Millionen Euro ist auch der Hochwasserschutz Sarling ein enormer Budgetbrocken. 1,1 Millionen Euro sind für den Straßenbau, darunter für eine Linksabbiegespur für Transgourmet und Vorhaben bei den Gmeiner-Gründen, vorgesehen. 200.000 Euro sind für die EDV-Umstellung nötig.

Einnahmen durch Mieten und Verkäufe

Schroll nimmt vor der Präsentation am Donnerstag im Gemeinderat vorab Stellung zum Budgetentwurf: „Ich weiß, dass der außerordentliche Haushalt sehr hoch ist. Viele Ausgaben kommen aber durch Verkäufe von Gründen oder Mieteinnahmen bei der Stadthalle wieder herein.“

Durch das enorme Maßnahmenpaket steigt der Schuldenstand der Stadt drastisch: von 16,9 Millionen Euro auf 21,6 Millionen Euro. Darauf angesprochen, verweist Schroll nicht nur auf die geplanten Einnahmen, sondern auch darauf, dass sich der Schuldenstand seit seiner Amtsübernahme um rund 740.000 Euro reduziert hat. „Wir haben für alle Vorhaben einstimmige Beschlüsse aller Parteien. Das sind wichtige Entwicklungsschritte für die Stadt, wo wir gemeinsam an einem Strang ziehen“, meint Schroll.