Tag für den Klimaschutz in Melk. Stiftsgymnasium veranstaltet eigenen Klimaschutztag und reagiert damit auf die „Fridays for Future“-Streiks von Aktivistin Greta Thurnberg. Präsentation am 3. Mai.

Von Markus Glück. Erstellt am 23. April 2019 (07:27)
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Clara Berger (6A), Marco Rotkröpfl (7B) und Schulsprecherin Rafaela Fridrich (7B) zeigen Interesse am Klimaschutz.

Mit ihrem Schulstreik für das Klima setzte die Schwedin Greta Thurnberg ein Zeichen. Tausende Schüler zogen in den vergangenen Wochen mit den Schulstreiks „Fridays for Future“ mit. An den März-Streiks beteiligten sich auch Schüler des Stiftsgymnasiums.

Bereits damals kündigte Direktor Anton Eder einen Klimaschutzaktions-Tag für die Schüler an. An diesem Tag, dem 3. Mai, soll in allen Fächern das Thema „Klimaschutz“ behandelt werden. Am Ende des Vormittags werden die Ergebnisse am Rathausplatz präsentiert, um auf das Thema aufmerksam zu machen. Als christliche Schule sieht der Direktor die Schule der Verantwortung der Schöpfung verpflichtet: „Das hat Papst Franziskus auch in der Öko-Enzyklika Laudato si dargelegt.“ Gleichzeitig betont er, dass das Gymnasium eine UNESCO-Schule ist und sich damit auch den Zielen für nachhaltige Entwicklung verpflichtet.

„Als Ziel 13 sind Maßnahmen für den Klimaschutz klar definiert. Zudem ist ein Bildungsziel, ein kritisch-politisches Bewusstsein auszubilden“, erklärt Eder. In der Schule wolle man konstruktiv mit dem Thema umgehen und sich damit auch dementsprechend auseinandersetzen: „Immerhin geht es um die Zukunft der Kinder.“

Wichtig findet den Aktionstag auch Schulsprecherin Rafaela Fridrich, die es schätzt, dass sich ihre Schule in der Öffentlichkeit für die Umwelt einsetzt. „Der Aktionstag ist vielleicht weniger effektiv als die Klimastreiks, er schafft aber die Möglichkeit, dass sich alle bei uns damit beschäftigen.“ Sie nennt auch ein Beispiel, wo ein neues Bewusstsein wichtig wäre: So werden Plastikflaschen in der Schule zwar recycelt, dennoch ist deren Notwendigkeit zu hinterfragen.