Hürm will sich vielfältig erneuern. Der Gemeinderat hat das Hürmer Leitbild für die nächsten Jahre beschlossen. Dreh- und Angelpunkt ist der Ortskern.

Von Michael Bouda. Erstellt am 10. Januar 2019 (04:00)
Bouda
Das Hürmer Ortszentrum soll erneuert werden.

Wie soll sich Hürm in den nächsten Jahren und Jahrzehnten entwickeln? Um diese Frage zu beantworten, hat es sich die Marktgemeinde zur Aufgabe gemacht, auf Basis des Zukunftstags im vergangenen Oktober zusammen mit der Bevölkerung ein Leitbild zu erstellen.

Dieses wurde vom Gemeinderat in seiner letzten Sitzung 2018 beschlossen. Das Dokument dient dazu, im Rahmen der Landesaktion NÖ Dorferneuerung einen längeren Prozess zu starten. „Damit werden wir bei verschiedenen Themen vier Jahre lang begleitet“, erklärt Hürms VP-Bürgermeister Johannes Zuser. Die beauftragte Firma dafür ist die NÖ.Regional.GmbH.

Schon die Einleitung lässt mit Schlagworten wie „ganzheitliche Dorferneuerung“, die „wirtschaftliche, kulturelle und ökologische Aspekte“ umfasst, oder „örtliche und kommunale Daseinsvorsorge“ erahnen, wie gewichtig die Themen darin sind.

Neugestaltung des Ortskerns im Zentrum

Im wahrsten Sinne des Wortes im Zentrum steht dabei die Neugestaltung des Hürmer Ortskerns: Hohe Priorität wird hier der Einrichtung eines Mehrzweckraums ohne Konsumzwang eingeräumt, ebenso soll es eine öffentliche barrierefreie WC-Anlage geben.

In Sachen Klimaschutz, Mobilität und Umwelt soll durch erweiterte Rad- und Wanderwege die Naherholung, aber auch der Nahverkehr verbessert werden. Letzterer Punkt umfasst auch die Schaffung eines Busterminals, der ab Herbst Platz für eine dritte Buslinie bieten soll.

Mit Umgestaltungen des Kirchenplatzes und des Pfarrhofs sowie einem „Haus der Generationen“ wird neben zahlreichen anderen Projekten, die nach und nach umgesetzt werden sollen, auch die soziale Dorferneuerung großgeschrieben.