Licht am Ende des Musikheim-Tunnels. Das Gebäude ist stark sanierungsbedürftig. Die Musiker könnten bald dem schiefen und baufälligen Proberaum entfliehen.

Von Denise Schweiger und Christopher Sochor. Erstellt am 15. August 2019 (04:54)

Über 60 Jahre hat das Pöchlarner Musikheim nunmehr auf dem Buckel. Es wurde 1958 eröffnet und besteht noch immer großteils aus dem originalen Baumaterial. Und dass lange nichts gemacht wurde, ging nicht spurlos an dem Gebäude vorbei: Die Decke ist rissig, die Fliesen der Sanitäranlagen sind abgetreten und abgenutzt und an einer Ecke des Gebäudes gibt das Fundament bereits stark nach. Dies führt dazu, dass eine der hinteren Ecken des Proberaums schief ist.

Platz wird knapp

„Es erfüllt leider schon lange nicht mehr die modernen Anforderungen“, seufzt Kapellmeister Herwig Schauer. Doch nicht nur das Alter des Musikheims bereitet der Kapelle Probleme, auch der Platz ist mittlerweile zu knapp.

„Der Proberaum ist zu klein und hat eine schlechte Akustik. Der 1983 getätigte Zubau ermöglicht auch für die Lagerung der zahlreichen Notenblätter und Instrumente nicht mehr genügend Platz“, berichtet er. Eine Sanierung würde sich laut zugezogenen Experten aber nicht auszahlen, da die Kosten zu hoch wären. „Da könnte man schon neu bauen.“

Und das sieht auch die Pöchlarner Politik so. VP-Bürgermeister Franz Heisler verrät, dass demnächst sogar Nägel mit Köpfen gemacht wird: „Die Musikschule und die Kapelle sollen in Form eines Veranstaltungssaals auf einen gemeinsamen Standort ziehen.“ Ein eigener Arbeitskreis der Stadterneuerung behandelt diese Thematik. „Nach der Sommerpause wird an der Umsetzung der Idee gearbeitet“, stellt Heisler in Aussicht.