Nordbahn-Pendler weiter verärgert. Aufgrund der Fahrzeiten und Zugausfälle fordert eine Initiative Züge, die nicht überall halten.

Von Gerhard Brey. Erstellt am 15. August 2019 (04:23)
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Die Sprecherin der Pendlerinitiative Nordbahn hofft auf viele Unterschriften und vor allem auf Fahrplan-Verbesserungen für die Pendler: Elvira Führer, Margarethe Rebl und eine Pendlerin in Bernhardsthal.

Seit geraumer Zeit wächst die Unzufriedenheit jener Personen, die als Pendler täglich auf der Nordbahn in den Großraum Wien fahren müssen. Vor allem die langen Fahrzeiten und auch die oftmaligen Ausfälle von Zügen in zwei Stationen (Bernhardsthal, Rabensburg) sind ein ständiges Ärgernis. Außerdem wird des Öfteren, außerhalb der Hauptverkehrszeit (15 bis 19 Uhr), bei Zugverspätungen bereits in Hohenau gewendet.

Dann warten die Rabensburger und Bernhardsthaler vergebens auf ihren Zug. Betroffen sind auch viele Bewohner der zahlreichen Nachbargemeinden, welche ebenfalls die beiden Stationen nutzen.

1.300 Unterschriften gesammelt

Eine Pendlerinitiative hat deshalb schon vor einiger Zeit Unterschriften – immerhin 1.300 verärgerte Fahrgäste haben schon signiert – gesammelt, um endlich spürbare Verbesserungen zu erreichen. Geschehen ist, bis auf ein paar Versprechungen, bisher nichts. Darum startet die Initiative nun eine weitere Unterschriftenaktion – mit Vorschlägen. Diese könnten sehr rasch Abhilfe oder zumindest erträgliche Verbesserungen schaffen.

Dabei ist den Initiatoren klar, dass Verbesserungen für einen großen Teil der Fahrgäste angestrebt werden. Für einen anderen Teil, vor allem je näher man dem Wiener Raum kommt, können diese aber geringe Einbußen bedeuten.

„Allerdings ist dort die Zugfrequenz sehr gut und auch mit Umsteigen ist jede Station auf der Stammstrecke unkompliziert zu erreichen“, sagen die Sprecher der Initiative. Schnelle Züge aus dem Norden, die nicht in jeder Station Halt machen, ersparen letztendlich viel Zeit, auch wenn einige dann kleine Nachteile in Kauf nehmen müssten.