Mistelbach

Erstellt am 13. Januar 2019, 04:00

von Michael Pfabigan

Arbeitslosigkeit so tief wie zuletzt 2011. Gute Stimmung am Arbeitsmarkt. Im Langzeitvergleich sank die Zahl der Jobsuchenden deutlich. Und: Die Zahl der Beschäftigten ist hoch wie noch nie.

AMS, Illustration: Golden Sikorka/Shutterstock.com, NÖN-Grafik: Gastegger

Im Bezirk Mistelbach waren Ende Dezember 2018 2.537 Personen arbeitslos gemeldet. Dies entspricht einem Minus von 183 Personen oder 6,7 Prozent gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres. Die Arbeitslosigkeit ist damit so niedrig wie zuletzt im Jahr 2011.

Der prozentuell größte Rückgang der Arbeitslosigkeit konnte bei den Lehrstellensuchenden (- 9 oder - 24,3 Prozent) verzeichnet werden, auch im Segment 50+ sank die Zahl der Vorgemerkten um 17 (- 1,7 Prozent).

Männer profitieren von der derzeitigen Arbeitsmarktentwicklung (- 185 oder - 11,2 Prozent), wohingegen die Zahl der vorgemerkten Frauen (+ 2 oder + 0,2 Prozent) minimal angestiegen ist. Die Anzahl der Personen mit ausländischer Staatsbürgerschaft ist um 8,3 Prozent (um 42) zurückgegangen.

Fazit: „Das weniger stark wachsende Arbeitskräfteangebot und die hohe Arbeitskräftenachfrage wirken auch Ende Dezember 2018 entlastend auf die Entwicklung der Arbeitslosigkeit im Bezirk Mistelbach, sodass der positive Trend am Arbeitsmarkt weiter anhält“, analysiert der stellvertretende AMS Mistelbach-Chef Wolfgang Erasim.

Und: Die positive Stimmung am Arbeitsmarkt im Jahresfinale unterstreicht auch die Jahresbilanz des Mistelbacher Arbeitsmarktservices: Im Jahresdurchschnitt waren 2018 2.189 (Frauen: 950, - 75 oder - 7,3 Prozent gegenüber 2017; Männer: 1239, - 165 oder - 11,8 Prozent gegenüber 2017) Personen beim AMS Mistelbach arbeitslos gemeldet. „Mit einem Minus von 9,9 Prozent gelang 2018 der stärkste Rückbau der Arbeitslosigkeit seit dem Jahr 2000“, zieht Erasim eine erste erfreuliche Bilanz für das Jahr 2018.

Gleichzeitig konnten 2018 über 3.100 Arbeitslose ihre Jobsuche mit einer Arbeitsaufnahme beenden. Das Sinken der Arbeitslosigkeit ist in allen relevanten Zielgruppen festzustellen: Die Zahl der Älteren ging um 3,4 Prozent und die Zahl der Personen ohne Ausbildung sogar um 11,6 Prozent zurück. „Darüber hinaus ist es dem AMS gelungen, 2.370 (+ 417 oder + 21,4 Prozent) offene Stellen zu besetzen“, so Wolfgang Erasim.

Die Zahl der unselbstständig Beschäftigten wird im Bezirk Mistelbach die 31.000er Grenze knapp überschreiten - für die genauen Zahlen wartet das AMS hier noch auf die Daten der Sozialversicherung.