Bezirkspolizeikommandant Ladengruber geht in Pension

Erstellt am 30. September 2021 | 09:18
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„Es zeichnet dich aus, dass du gelernter Gendarm bist“, attestierte Landespolizeidirektor Franz Popp am Vorabend des Pensionsantritts von Bezirkspolizeikommandant Florian Ladengruber. Der trat mit 30. September nach 45 Dienstjahren seinen Ruhestand an. „Und wenn man hier in die Runde schaut, kann man feststellen, dass du es in den vergangenen 20 Jahren verstanden hast, zu vernetzten.“

Denn das Gasthaus Olschnegger in Ungerndorf war gefüllt mit dem Who is Who des Bezirks: Landtagspräsident Karl Wilfing und die Abgeordneten Kurt Hackl und Manfred Schulz waren eigens von der Landesparteiklausur in Bad Erlaa ausgebüchst, um Ladengruber zu verabschieden.

„Ladengruber hat elf Innenminister als Bezirkskommandant überlebt“, rechnete Wilfing nach. Er habe es geschafft, immer den Bezirk in den Mittelpunkt zu stellen. Und auch in der Pension werde er weiter den Takt angeben: Als Schlagzeuger in der Dorfmusik Ottenthal.

Eine besondere Überraschung hatte Freund und Entertainer Michael Jedlicka für den glühenden Rapidler organisiert: Rapidlegenden-Tormann Herbert „Funki“ Feurer schaute auf einen Schwatz vorbei.

Ehrungen gab es für Ladengruber von den Blaulicht-Partnern Feuerwehr-Kommandant Markus Schuster, Rot Kreuz-Bezirksstellenleiter Clemens Hickl und Hans-Peter Hohlweg vom Mistelbacher Bundesheer. Unter den Gratulanten auch die Alt-Feuerwehrbezirkskommandanten Josef Buchta und Reinhard Steyrer. Weiters unter den Gästen: Alt-Polizeikommandant Arthur Reis, eine große Reihe von Bürgermeistern und Weggebleitern.

Seine soziale Ader betonten die drei Bezirkshauptleute Gerlinde Draxler und ihre Vorgänger Verena Sonnleithner und Gerhard Schütt.

Die Leistungen Ladengubers müssen auch dokumentiert werden: Deshalb überreichte NÖN-Redaktionsleiter Michael Pfabigan eine speziell für den Jungpensionisten produzierte Titelseite.

„Das Jahr 2021 ist ein Jubiläumsjahr für mich: 50 Jahre beschäftigt, davon 45 Jahre bei der Polizei, 40 Jahre verheiratet und 20 Jahre im Bezirk“, sagte Ladengruber selbst: „Ich hab ja damit gerechnet, dass ich gelobt werde, aber so gut bin ich auch nicht!“ Er habe immer ein gutes Team gehabt, und Aktivitäten zugelassen. Die Kollegen dankten es ihm mit einem Rapid-Dress. „Ich wollte ja nicht immer Polizist werden“, gestand der Rapidfan Ladengruber: „Wir haben zwei Mal gegen Rapid gespielt, aber die haben mich nicht entdeckt.“ Ladengrubers Nachsatz: „Das Scouting hat damals auch nix geheißen!“

Zum Abschied gab es für ihn Standing Ovations.