Erstes Wochenende in den Cafés war bescheiden. Betreiber berichten von einem verhaltenen Start nach der Wiedereröffnung am Freitag.

Von Florian Mark. Erstellt am 19. Mai 2020 (16:19)
Walter und Erika Kruspel sind froh, dass das Kultcafé Harlekin in Mistelbach jetzt wieder für die Gäste geöffnet sein kann.
Florian Mark

„Erwartet hätten wir eigentlich eine ähnliche Entwicklung wie zur Öffnung der Baumärkte im April“, berichtet Harlekin-Chef Walter Kruspel von seinen optimistischen Hoffnungen zur Öffnung seines Kaffeehauses, die am Freitag zusammen mit allen anderen Gastronomiebetrieben erfolgen durfte. Stattdessen jedoch sei das Interesse am Harlekinbesuch verhalten gewesen: Ungefähr halb so viele Gäste wie gewöhnlich wurden am Wochenende gezählt. „Natürlich stehe ich zu den Sicherheitsmaßnahmen, die bei uns auch eingehalten werden, aber die Angst der Leute halte ich teilweise für unbegründet“, sagt Kruspel.

Würde sich an der Tendenz nichts ändern, müsste man sich auch im Harlekin nach den Umständen richten. „Wir haben 15 Mitarbeiter und hoffen, dass wir diese auch alle behalten können. Dazu müssen sich die Gästezahlen aber normalisieren.“

Auch Erika Geier berichtet nach der Wiederöffnung ihrer drei Cafés im Bezirk von einem „schlechten ersten Wochenende“. Sie ist vor allem bemüht, den Gästen die Unsicherheit zu nehmen. „Ich kann allen nur versichern: Ja, wir haben geöffnet, nein, es sind keine Reservierungen erforderlich, jeder Gast ist herzlich willkommen.“ Umfangreiche Sicherheits- und Hygienemaßnahmen würden einen sicheren, angenehmen Kaffeehausbesuch ermöglichen.