Frequency: „Bei Regen tanzt man weiter“. Die Bernhardsthalerin Julia Okrina war vom Festival restlos begeistert und ist sich sicher: Nächstes Jahr wieder.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 21. August 2019 (04:25)
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Die junge Julia Okrina (Mitte) besuchte mit Freunden das Frequency 2019 in St. Pölten. Für sie war es ein perfektes Festival, die Karten für 2020 sind schon so gut wie gekauft.

„Die Leute, die man kennenlernt, sind super, die Stimmung und die Acts sind toll“, schwärmt die 18-jährige Bernhardsthalerin Julia Okrina: Sie war in der Vorwoche eine von tausenden Besuchern des Frequency-Festivals in St. Pölten und ist restlos begeistert. Was der Reiz am Frequency ist? „Alle sind gut drauf“, das Programm zwischen Rock, Rap und Dance sei breit gefächert, die einzelnen Acts Weltklasse, findet Okrina, die zum zweiten Mal beim Festival in St. Pölten war.

Die Karten dafür hat sie sich schon früh besorgt, denn das Frequency war schon ab Frühjahr ausverkauft. „Voriges Jahr haben wir das so cool gefunden, dass wir sofort gesagt haben, dass wir da wieder hingehen wollen. Ich hab´ die Karten schon rund um Weihnachten gekauft“, erzählt sie.

Und sie ist auf den Geschmack gekommen: Nach dem Frequency möchte die Bernhardsthalerin jetzt auch das Nova Rock in Nickelsdorf und das Electric Love Festival in Salzburg besuchen. Eine klassische Festivalgeherin sei sie noch nicht, aber sie könne durchaus zu einer werden.

Kerstin Hofbauer
Chillen vor den Acts beim Frequency 2019: In der Sommerhitze wird der Traisenstrand zum Freibad.

Julia Okrina war nicht alleine unterwegs: „Wir waren insgesamt 15 Freunde, ein paar davon aus meiner Klasse“, erzählt sie. Gemeinsam hätten sie dann am Festivalgelände gecampt: „Ganz klassisch im Zelt. Und das war supercool“, erzählt die 18-Jährige. Wie sicher fühlt man sich als junge Frau, nachts in einem Zelt? „Wir waren weit weg von den Stages und es waren immer Leute aus unserer Gruppe rund um uns“, sagt Okrina. Da habe man auf sich gegenseitig aufgepasst.

Und damit nichts aus den Zelten gestohlen wird, habe man ein Schloss vorgehängt, mit den Nachbarn gesprochen, damit die auch ein Auge auf das Zelt werfen und danach getrachtet, dass immer mindestens einer der Gruppe beim Zelt bleibt. „Bei uns ist nichts weggekommen, aber Bekannte wurden ausgeraubt“, erzählt die Festivalbesucherin. Unsicher habe man sich nicht wirklich gefühlt, aber aufgepasst habe man trotzdem.

„Manche haben wirklich alles liegen gelassen: Zelte, Schuhe, Schlafsäcke, Kleidung. Es gibt fast nichts, das wir da nicht gesehen haben“Bernhardsthalerin Julia Okrina

Das Einzige, das der jungen Frau weniger gefallen hatte, war der Müll, der am Festivalgelände nach Abzug der Camper liegen geblieben war: „Manche haben wirklich alles liegen gelassen: Zelte, Schuhe, Schlafsäcke, Kleidung. Es gibt fast nichts, das wir da nicht gesehen haben“, schildert die Bernhardsthalerin: „Das ist halt traurig, wenn man so was sieht, wenn man selbst darauf achtet, möglichst keinen Dreck zu hinterlassen und sogar Mülltrennung macht.“

Andererseits habe sie dann auch wieder beobachten können, wie - sobald das Festival aus war - Leute über den Zaun geklettert sind und von den Hinterlassenschaften eingesammelt hätten, was noch brauchbar war.

Erfreulicher war das Wetter: Das war, mit Ausnahme des Freitages, perfekt. „Da hat es geschüttet. Aber auch dann tanzt man in der Menge weiter“, lacht Julia Okrina: „Wenn man daran gedacht hat, hat man einen Regenponcho mit, ansonsten geht man sich danach ins Zelt umziehen.“ Ein echter Festivalbesucher denkt an die Schlechtwettermöglichkeit und lässt sich davon die Stimmung nicht verderben.
Ob sie auch nächstes Jahr aufs Frequency gehen will? „Auf jeden Fall. Und noch auf ein paar andere Festivals auch“, ist die lebenslustige 18-Jährige sicher.

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