Kinderbetreuung als Herausforderung

Erstellt am 30. September 2022 | 05:59
Lesezeit: 2 Min
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Halbzeitbilanz der ÖVP-Bürgermeister: Florian Faber, Erich Stubenvoll, Kurt Hackl, Doris Kellner, Karl Wilfing, Manuela Leisser, Dominik Litzka, Manfred Schulz und Ernst Bauer.
Foto: Michael Pfabigan
Mistelbachs Bezirks-ÖVP zieht zweieinhalb Jahre nach der letzten Gemeinderatswahl, also zur Halbzeit der Periode, eine Bilanz.

„Wenn du vier Tage am Winzerfest und zwei Tage beim Kellerfest in Falkenstein unterwegs bist, brauchst du keine Meinungsumfrage mehr, um zu wissen, was den Menschen auf der Seele brennt“, sagt Landtagspräsident und ÖVP-Bezirksobmann Karl Wilfing angesichts schlechter Umfragewerte für die Landes-ÖVP.

Was er am häufigsten da gefragt worden war? Wann der Landtag gewählt würde? Irgendwann zwischen 29. Jänner und 19. März, sagt Wilfing, die Entscheidung falle im November. Viel erfreulicher, als die Umfragewerte sei für ihn aber die Halbzeitbilanz in der Gemeinderatsperiode: Vor 2,5 Jahren waren die Gemeinderäte gewählt worden, seither hätten die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister abseits von Corona viel bewegt.

Wenn du vier Tage am Winzerfest unterwegs bist, brauchst du keine Meinungsumfrage mehr!“
Karl Wilfing, Landtagspräsident

Eine Herausforderung für die Gemeinden wird allerdings das vom Land vorgegebene Kinder-Paket: Fixplatz für Kinder ab zwei Jahren ab 2024, Verkleinerung der Gruppen von 25 auf 22 Kinder bedeutet nicht nur, dass die meisten Gemeinden massiv ihre Kinderbetreuungseinrichtungen ausbauen müssen, es müssen auch die für die zusätzlichen Gruppen notwendigen Kindergartenpädagoginnen gefunden werden.

In Mistelbach hat man bereits einen fünfgruppigen Kindergarten in Begutachtung, Bürgermeister Erich Stubenvoll ist sich aber bewusst, dass nach Fertigstellung der Einrichtung in der Ebendorfer Straße schon der nächste Kindergarten geplant werden muss. Und Ulrichskirchens Ernst Bauer plant an einem sieben- bis achtgruppigen Haus. Die derzeit fünf Kindergartengruppen sind voll.

Neu organisiert soll auch die Nachmittagsbetreuung im Kindergarten werden: Ab einem Kind gibt es Anspruch darauf, sinnvoll sei aber, wenn Gemeinden dabei über die Grenzen hinweg kooperieren, sagt Wilfing.