Bilderverkauf ohne Rechung?. In der Steueraffäre um das Ehepaar Hermann und Rita Nitsch soll eine ehemalige Mitarbeitern bei einer Zeugeneinvernahme angegeben haben, dass Bilder ohne Rechnung "ab Hof" und nur an Wochenenden verkauft worden seien.

Von Michael Pfabigan und NÖN-Redaktion, APA. Erstellt am 08. Mai 2014 (16:57)
NOEN, Michael Pfabigan
Bilder von Hermann Nitsch soll es ohne Rechnung, quasi "ab Hof" zu kaufen gegeben haben, sagt eine ehemalige Mitarbeiterin der Familie.
Die Ehefrau des Künstlers habe darüber handschriftliche Aufzeichnungen geführt. Laut dem Nachrichtenmagazin News, das sich bei den Vorwürfen auf die Aussagen einer ehemaligen Mitarbeiterin der Familie Nitsch beruft, hätten die Erlöse aus dem Verkauf von Kunstwerken keinen Eingang in die Buchhaltung gefunden. Die handgeschriebenen Notizen seien in einer Schachtel im Büro abgelegt worden.

Weder bestätigt noch dementiert wurde dies von der Staatsanwaltschaft Korneuburg, wo gegen das Ehepaar wegen des Verdachts der Abgabenhinterziehung ermittelt wird. "Die Ermittlungen werden durch Organe des Finanzministeriums geführt", sagte Sprecher Friedrich Köhl auf Anfrage. "Keine Auskünfte aufgrund des Steuergeheimnisses", hieß es seitens des Ministeriums. Mitte März war die Steuerfahndung im Weinviertler Schloss Prinzendorf des weltweit bekannten Künstlers im Einsatz gewesen.