Chor-Singen im Musik-Olymp. Der A-Capella-Chor Weinviertel singt heuer im Goldenen Saal des Musikvereines.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 22. Februar 2019 (04:00)
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Die Proben für das Konzert im Musikverein haben begonnen: Regina Strobl, Birgit Ackerl, Petra Rutschka, musikalischer Leiter (Mistelbach) Andreas Schacher, Obmann Reinhard Hirtl, Julia Mayer, musikalischer Leiter (Wien) Maximilian Opll, Irene Schacher.

Die Sängerinnen und Sänger des A-Capella-Chores Weinviertel stecken mitten in den Vorbereitungen für das geplante Konzert am diesjährigen Muttertag. Am 12. Mai um 11 Uhr werden sie nicht irgendwo singen, sondern im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins – für Musiker soetwas, wie der Olymp. Die stundenlangen Proben - Wochenenden werden quasi durchgesungen - haben begonnen.

In Kooperation mit dem Wiener Lehrer-A-Cappella-Chor und dem Savaria Symphonieorchester bringt der A-Capella-Chor Weinviertel das Oratorium „Paulus“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins zur Aufführung.

Wie kommt der Weinviertler Chor zu diesem Konzert? „Julia Mayer unterrichtet in Strebersdorf, ihre Kollegin und Obfrau des Wiener Chores ebenfalls“, erzählt A-Capella-Chor-Obmann Reinhard Hirtl: „Der Wiener Chor war auf der Suche nach einem Partnerchor, denn mit (nur) ca. 60 Sänger bist du gegen 60 Musiker (fast) chancenlos.“

120 Sänger und 50 Musiker beteiligt

Nachdem die A-Capella-Chor-Mitglieder von dieser Chance gehört hatten, waren alle begeistert, sofort sagten über 60 Sänger zu: „Jetzt sind wir knapp 120 für das Konzert“, sagt Hirtl. Und wenn die loslegen, das zeigten die ersten Proben: „Da entsteht ein Klangvolumen, da zieht es einem die Gänsehaut auf.“ Und dazu kommt noch, dass der Goldene Saal im Musikverein als einer der beeindruckendsten Konzertsäle weltweit gilt, der zwei Jahre im Voraus gebucht werden muss und 1.700 Sitzplätze hat. „Die Vorfreude der Chormitglieder ist entsprechend hoch“, lacht Hirtl.

120 Sänger und 50 Musiker sind an diesem Projekt beteiligt. Vergangenes Wochenende fanden die ersten gemeinsamen Proben in Mistelbach statt.

In der Geschichte des Oratoriums bildet der in den Jahren 1832 bis 1837 geschriebene „Paulus“ einen einzigartigen Höhepunkt. Schon bei seiner Uraufführung 1836 in Düsseldorf erfreute es sich eines in den Annalen der Musikgeschichte selten dagewesenen Erfolges.