Konkursverfahren über ASOB Asyl Sonderbetreuungs GmbH. Ende des vergangenen Jahres hatte die ASOB Asyl Sonderbetreuungs GmbH als Betreiberfirma der ehemaligen Asyl-Unterkunft in Drasenhofen (Bezirk Mistelbach) traurige Bekanntheit erlangt.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 21. Juni 2019 (16:21)
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Im betriebenen Quartier ließ der niederösterreichische Landesrat Gottfried Waldhäusl (FPÖ) Ende November 2018 mehrere jugendliche Flüchtlinge hinter Stacheldraht unterbringen. Er unterstellte ihnen, „notorische Unruhestifter" zu sein. Aufgrund der Welle der Empörung und des hohen politischen Drucks musste das umstrittene Quartier geschlossen werden. Die Jugendlichen wurden in die Asylunterkunft St. Gabriel in Maria Enzersdorf gebracht. Von dort wurden sie bis Ende Februar an andere Orte in Niederösterreich verlegt.

Am Landesgericht St. Pölten wurde am Freitag nun auch das letzte Kapitel für die ASOB Asyl Sonderbetreuungs GmbH  aufgeschlagen. Über das Vermögen der Firma, die ihren Sitz in Traisen (Bezirk Lilienfeld) hatte, wurde das Konkursverfahren eröffnet. Nach Angaben des Alpenländischen Kreditorenverbandes (AKV) ist das Unternehmen bereits geschlossen worden und soll liquidiert werden.