Ein bravouröser "Jux"

Erstellt am 28. Juli 2015 | 10:25
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Foto: NOEN, Gerhard Brey
Mit dem Nestroy-Klassiker "Einen Jux will er sich machen" beweisen die Schrattenberger wieder ihr Können und begeisterten das Premieren-Publikum.

 

Der Theaterverein „Laienbühne Schrattenberg“ hat sich mit der Aufführung des Nestroy-Klassikers „Einen Jux will er sich machen“ anlässlich des Schrattenberger Theatersommers viel vorgenommen und die Latte hochgesteckt.

Herausforderungen wurden bravourös gemeistert

Vorweg, diese Herausforderung, eine außergewöhnlich hohe Qualität der Aufführung zu erreichen, haben die Schrattenberger bravourös gemeistert. Aber auch das Bühnenbild auf der Freiluftbühne, mit den verschiedenen Orten der Handlung - vom Kaufmannskontor, einer Wohnungen bis zum Gastgarten - waren eine Herausforderung, die gut und glaubwürdig gelungen ist.

Da ist nichts verkrampft oder unpassend und die Umbauten erfolgen vor den Augen des Publikums, ohne dass es die Aufführung stört. Das ist technisch gut gelöst und, da ja auf der gleichen Bühne auch „Räuber Hotzenplotz“ in ganz anderen Locations gespielt wird, ein „Drahtseilakt“, der eindrucksvoll gelöst wurde.

Qualitativ in der Oberklasse der Theaterkategorie

Gespielt wird, wie es das Publikum von der Schrattenberger Laienbühne gewohnt ist, qualitativ in der Oberklasse dieser Theaterkategorie, mit viel Herz und Freude am Spielen und vor allem - mit viel Können. Die fünfzehn Figuren alle so gelungen zu besetzten, ist ein weiteres Zeugnis dafür, dass in Schrattenberg Theater der Extraklasse gespielt wird. Die für die Besetzungen Verantwortlichen haben stets das richtige Gespür für die ideale Persönlichkeit bewiesen.

Die Regie, Eduard Kemminger und Manfred Kleindienst, haben sich bei diesem Stück selbst übertroffen. Ebenso sind Herbert Rutschka als Weinberl und sein Sohn Simon Rutschka als Lehrjunge Traumbesetzungen. Manfred Kleindienst stellt auch bei diesem Stück, in der Rolle des sonderbaren Hausknechts Melchior, einen unverwechselbaren Charakter auf die Bühne, den man sich nachhaltig merkt. Ebenso ist Gewürzkrämer Zangler (Michael Thill) sehr einprägsam. Pauschallob gebührt aber auch allen anderen Schauspielern, die hier mitwirken. Das Publikum bei der Premiere war jedenfalls begeistert.


Weitere Vorstellungen: 1. August, 18 Uhr, 8. August, 20.30 Uhr und am 14. August, 20.30 Uhr. Karten bei allen oeticket-Verkaufsstellen. Info: 02555 24167.