Nutrias entwickeln sich zum Problem. Die ursprünglich für Pelztierzucht importierten Tiere vermehren sich immer stärker.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 17. Januar 2020 (04:14)
Die Nutria – auch Sumpfbiber oder Biberratte – ist eine invasive Art, die bejagt werden soll.
zVg

Sie sehen unserem Biber ähnlich, nur haben sie keinen flachen, sondern einen runden Schwanz wie eine große Ratte und ihre Zähne sind orange. Die Rede ist von den Nutrias, die sich im ganzen Bundesland und im Bezirk Mistelbach, hier besonders im Bereich des Hegerings Fallbach, immer stärker ausbreiten, wie Hegeringleiter Reinhard Lehner mitteilt.

Die Nutria – auch Sumpfbiber oder Biberratte genannt – ist eine invasive Art, die für die Pelztierzucht aus Südamerika nach Mitteleuropa gebracht wurde, wo entlaufene Tiere verwildern und sich ausbreiten konnten.

"Jägerschaft betont, kein Ansuchen zur Regulierung gestellt zu haben"

Nutrias sind tagaktive Pflanzenfresser und leben an Gewässern, wobei sie auch Dämme untergraben und Schäden in der Landwirtschaft verursachen können. Da die Nutria-Population im Bezirk Mistelbach stark angewachsen ist, wurde sie laut EU-Verordnung als invasive, gebietsfremde Art gelistet und die Jägerschaft ist angewiesen, den Tierbestand des „Raubzeuges“ auf „ein möglichst kleines Ausmaß zu bringen und zu halten“.

Die Jägerschaft im Hegering Fallbach betont, kein Ansuchen zur Regulierung dieser Wildart gestellt zu haben. Es können auch keinerlei Ansprüche bezüglich eines Wildschadens an die Jägerschaft gestellt werden.