Drasenhofen

Erstellt am 18. September 2018, 11:50

von Werner Kraus

Umfahrung Drasenhofen: Arbeiten im Plan. Anfang Oktober wird die B 7 auf das Provisorium umgeleitet, im Herbst 2019 ist die Umfahrung fertig.

Seit 3. April baut die ASFINAG mit Hochdruck an der rund fünf Kilometer langen Umfahrung von Drasenhofen. „Das Projekt liegt voll im Zeitplan und wir nützten auch die günstige Jahreszeit sehr gut aus, um rasch voranzukommen: Von der einen Million Kubikmeter Erde, die verschoben werden muss, ist bereits rund die Hälfte modelliert“, sagt ASFINAG-Geschäftsführer Andreas Fromm.

Wahrscheinlich mit 8. Oktober wird die B 7 auf das neue Provisorium, um die Kreisverkehre in einem Zug herstellen zu können, umgeleitet. Dort bleibt der Verkehr bis Anfang Mai. Fromm streute Baupartner Strabag Rosen, nicht nur für die hervorragende Arbeit, sondern auch für den Part der Digitalisierung. Laufend wird die Trasse mit Drohnen beflogen, um die Erdbewegungen aufzunehmen. „So ist die Umfahrung Drasenhofen auch ein Vorzeigeprojekt, durch das wir sehr viel für die Zukunft lernen können“, betonte Fromm.

„Wenn mit Herbst 2019 die Umfahrung fertig ist, werden nicht mehr täglich 1.800 Lkws durch den Ort rollen. Das bringt Lebensqualität und Verkehrssicherheit“

Finanzlandesrat Ludwig Schleritzko betonte, dass durch die Umfahrung Drasenhofen der österreichische Lückenschluss der A 5 Weinviertelautobahn bis zur Staatsgrenze geschafft ist und vor allem auch die Bevölkerung von Drasenhofen vom Durchzugsverkehr entlastet wird. Gleichzeitig mit der Umfahrung wird für Drasenhofen ein Lkw-Durchfahrtsverbot verhängt, betonte Schleritzko.

Das Land NÖ leistet 4,5 Millionen Euro Kostenzuschuss für das Projekt. NÖ Landtagspräsident Karl Wilfing, der die Weinviertelautobahn von Beginn an an vorderster Stelle mitgetragen hat, sieht den Lückenschluss mit der Umfahrung Drasenhofen als wichtige Lebensader für die NÖ Wirtschaft. „Wenn mit Herbst 2019 die Umfahrung fertig ist, werden nicht mehr täglich 1.800 Lkws durch den Ort rollen. Das bringt Lebensqualität und Verkehrssicherheit“, hob Wilfing hervor, der dafür dankbar ist, dass die ASFINAG 50 Millionen Euro in die neue Strecke investiert und auch die Europäische Union 1,3 Millionen Euro Zuschuss leistet.

Derzeit sind 150 Mitarbeiter auf der Baustelle beschäftigt. Regionale Betriebe sind vor allem bei den Frächtern eingebunden.