Unternehmen: Keine Kündigungen nach Insolvenz. Die in der KFZ-Zulieferindustrie tätige Rupert Fertinger GmbH mit Sitz in Wolkersdorf hat ein Sanierungsverfahren mit Fremdverwaltung beim Handelsgericht Korneuburg beantragt, welches am 15. Mai eröffnet wurde. Zu Kündigungen bei den 180 Mitarbeitern der Standorte Wolkersdorf und Neusiedl/Zaya soll es nicht kommen.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 16. Mai 2019 (11:47)
Rupert Fertinger GmbH
Symbolbild

Der Sanierungsplan, es wird eine Ausgleichsquote von 20 Prozent angestrebt, sieht die Fortführung des Unternehmens vor. Ursache für den Sanierungsantrag ( wir hatten berichtet, siehe hier und unten) waren hohe Restrukturierungskosten im Zuge der Schließung von zwei Satellitenstandorten in Österreich sowie hohe Entwicklungsaufwendungen.

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Gerhard Lampesberger, Geschäftsführer der Rupert Fertinger GmbH: „Die Restrukturierungsmaßnahmen der letzten Jahre haben gegriffen, das Unternehmen ist betriebswirtschaftlich saniert, aber aufgrund der hohen Investitionen in die Standorte Wolkersdorf (NÖ) und Niepołomice (Polen), hoher Entwicklungskosten und der über dem Budget liegenden hohen Anlaufkosten des Standorts in Polen überschuldet. Unser Ziel ist es, das Unternehmen durch das Sanierungsverfahren in Fremdverwaltung zu entschulden und weiterzuführen. Alle 180 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den beiden Standorten Wolkersdorf und Neusiedl/Zaya werden weiter beschäftigt.“

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Im ersten Quartal 2019 habe, so Lampesberger, das Unternehmen bereits wieder positiv bilanziert. Die Fertinger Automotive Polska ist von der Insolvenz nicht betroffen.
Zum Sanierungsverwalter wurde Katharina Widhalm-Moser, RA Kanzlei Riel & Partner, Wien, bestellt.