Bus vergisst Orte und Haltestellen

Ärger bei Kunden, Eltern und Schülern in Gaweinstal. Busbetreiber versucht Problem zu lösen.

Erstellt am 13. Oktober 2021 | 05:51
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Immer wieder vergessen die Busse der Verkehrsbetriebe Gschwindl auf Haltestellen im Zentrum Gaweinstals oder vergessen ganz auf den Ort Pellendorf.
Foto: Michael Pfabigan

Der Bus von Gaweinstal nach Pellendorf wäre ja zeitgerecht gekommen. Nur blieb er bei der Haltestelle vor dem Gasthaus Schilling nicht stehen: Ein Pellendorfer, der heimfahren wollte, konnte ihm nur nachwinken und musste sich ein Taxi in den Nachbarort nehmen:

„Das war nicht das erste Mal, dass der Bus diese Haltestelle vergessen hat“, ärgert er sich. Seit dem Frühjahr fahren im Raum Gaweinstal nicht mehr die Postbusse, sondern die Großebersdorfer Verkehrsbetriebe Gschwindl: „Anscheinend sind die Bus-Chauffeure nicht ordentlich auf ihre Kurse eingeschult“, vermutet der Pellendorfer.

Taferlklassler wegen fehlendem Ausweis stehen gelassen

Probleme gibt es auch für Schüler: In der Vorwoche fiel der Morgenbus in die Schule einfach aus, das Elterntaxi musste einspringen. Und auch bei der Heimfahrt soll der Bus mehrmals die Ortschaft vergessen haben. In einem Fall soll sich der Busfahrer geweigert haben, einen Taferlklassler mitzunehmen, weil er seinen Fahrausweis nicht dabei hatte.

Bei den Verkehrsbetrieben Gschwindl versucht man, diese Probleme auszumerzen: Die Busse wurden mit Tablets ausgestattet, damit die Fahrer genau sehen, wo ihre Route verläuft. „Wir bemühen uns auch, dass die Fahrer immer auf ihrer Linie fahren, damit sie Kurs und Kinder kennenlernen“, heißt es vom Busunternehmen. „Es ist dann halt ein Problem, wenn durch Corona genau solche Fahrer wieder ausfallen.“

Das Busunternehmen musste mit dem Aufbau der Linien entlang des Brünnerstraßen-Korridors massiv sein Personal aufstocken. Das Problem ist auch, dass nicht so viele Lenker am Arbeitsmarkt sind, wie gebraucht werden. Im Weinviertel sind keine greifbar und aus Wien wollen die wenigsten diese Kurse fahren: „Da ist der Anfahrtsweg ein gewaltiges Problem“, sagt ein Gschwindl-Mitarbeiter.